Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 3-4 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2554541-2554797-2554800--05718-2561684- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Dibre Emeth Trimmen Wchhkhtit an Israeliten und Freunde Israels. In Verbindung mit I. -e le Roi, herausgegeben von - B» ®* Hautman«. M S u. 4. 1872. S8. Jahrgang. Regine Julie Jolberg, geh. Zimmern.*) ES ist ein reiches, wichtiges Leben, daS hier vorgeführt werden soll. Möge sie selbst, von der diese Zeilen berichten wollen, uns Einiges von sich sagen: „Die Liebe Gottes ließ mich aus dem alten Bundesvolke Israel hervorgehn. Meine lieben Eltern, David Zimmern und Sara Flörsheim, waren redliche Bürgersleute in Heidelberg, die ihr anfangs kleines Handlungsgeschäft mit Eifer und Treue betrieben und durch dasselbe unter Gottes Segen zu einem gewiffen Wohlstände gelangt waren, in dessen Fülle wir Kinder aufwuchsen. Ich wurde den 30. Juni 1800 in Frankfurt geboren, wohin meine Mutter wegen des Sturmes der Neckarbrücke in Heidelberg durch die Franzosen sich begeben hatte. Von zehn Kindern bin ich das drittälteste und die älteste Tochter. Ich war ein stilles schüchternes Kind, das sich von je her nicht ganz heimisch fühlte unter den Menschen und den Verhältnissen, in denen es lebte. Es war mir immer, als suchte ich etwas Verlorenes. Viele Eindrücke kamen und schwanden; es bildete sich in dem einsamen Kinde eine verborgene stille Welt, die mit der *) Wir entnehmen das Mitgetheilte dem Buche: Mutter Jolberg von M. G. W. Brandt. Barmen bei Hugo Klein. s