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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 1-2 (1872) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
1-2 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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15 grade an einem Fasttage, da sie mich zwang, ihr mit hungrigem und schwachem Körper zu dienen. Dabei war mir zu Muthe, als sperre die Hölle ihren Rachen auf, um mich zu verschlingen. Gern wollte ich aus ihrer Knechtschaft erlöst sein, und peinigte deshalb meinen Körper aufs äußerste. Doch Alles war vergeblich! Von einem Heiland, der mich durch seine Gnade von der Herrschaft der Sünde befreien könne, wußte ich nichts. Gänzlich verzagend fiel mir jetzt ein: „Nun ich kann einmal nicht anders; mag es jenseits des Grabes gehen, wie es will, — ich will mir die Welt zu Nutze machen." Kapitel 4. Eine Jonas-Flucht über's Meer vor dem gekreuzigten Christus (Toluj). Da meine Kostjahre bald zu Ende waren, wünschte ich eine solche Wirthschast zu kaufen, wie sie mein Schwiegervater besaß. Allein da ich meine Vermögens-Umstände in Erwägung zog, sah ich ein, daß ich nicht im Stande sein würde, die hierzu erforderliche Summe aufzutreiben; und Schulden zu machen, dazu hatte ich keine Lust. Ich entschloß mich daher auf einige Zeit als Lehrer nach Deutschland zu . gehen, wo ich auf einen guten Gehalt mit Sicherheit rechnen konnte, zumal ich nicht für den Unterhalt meiner Frau und zweier Kinder zu sorgen hatte; denn da meine Schwiegermutter alt und schwach war, so stand meine Frau dem Haushalte vor. — Von Hause reiste ich mit einer Baarschaft von 10 Dukaten und einem geringen Vorrath an Wäsche ab, da ich glaubte, auf kurze Zeit nicht viel nöthig zu haben. Zur Meßzeit erhielt ich regelmäßig briefliche Nachrichten von meiner Frau. Als ich einige Jahre in meinem Dienst thätig gewesen, meldete sie mir, ihre Mutter sei gestorben, und bat mich, nach Hause zurückzukehren, da ihr Vater Willens sei, uns die Wirthschast zu übergeben und den Rest seines Lebens bei uns zu verbringen,

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