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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 11-12 (1871) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
11-12 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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182 dies sagen zu müssen, scheint er seine Stimme vergeblich erhoben zu haben. Es ist nicht zu viel gesagt, wenn ich behaupte, die Zukunft der Judenmisston in Deutschland wird, menschlich gesprochen, von der Beschaffenheit der Männer abhängen, die unsere Sache gegen die Juden zu vertheidigen haben. Möchten die, welche hierüber zu entscheiden haben, auf diese warnende Stimme hören und es nicht verfehlen, zu rechter Zeit auf die Zeichen der Zeit zu achten. Ich bemerkte während meines Aufenthaltes in Deutschland besondersein weithin verbreitetes thatsächliches Verhältniß, nämlich: daß der Talmud seinen Einfluß auf die große Masse der Juden verloren hat. Nun macht eS freilich den Juden noch nicht zu einem gläubigen Christen, wenn er an den Talmud nicht glaubt, aber es entfernt doch aus seinem Gemüthe Berge von Vorurtheilen gegen das Christenthum, und das ist ein unermeßlicher Vortheil, Welchen wir (zu einem Theile wenigstens) den eifrigen Bemühungen der Misfionare verdanken, die viele schwere Jahre hindurch darum gekämpft haben, den Talmud vor den Juden in das wahre Licht zu stellen. Aber die Entthronung deS Talmud, wie ich es nennen möchte, ist nicht die einzige Thatsache, M man weithin als das Resultat der treuen Arbeit der Misfionare unter den Juden erkennt. Noch ermuthigender ist es, daß die aus dem Judenthum Uebergetretenen gewissermaßen eine Gesellschaft bilden, die sowohl der Zahl nach ansehnlich, als nach ihrem Charakter bedeutend und wichtig ist. In Berlin allein gibt es, nach der niedrigsten Schätzung 2000 Juden, die Christen geworden sind, und unter diesen findet man gefeierte Aerzte, Schriftsteller, Banquiers, Richter und Mitglieder des Parlamentes. Eine solche Reihe von Bekehrten ist nicht allein in sich selbst ein großes Resultat, sondern sie übt auch einen außerordentlichen, wenngleich stillschweigenden Einfluß auf die Juden ihrer Umgebung aus. Ein jeder derselben ist, so M sagen, der Mittelpunkt des Interesses für eine Anzahl von Freunden und Verwandten, die, aus persönlicher Anhänglichkeit an den Uebergetretenen, dem Glauben, welchen der-

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