Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 27 (1871)
- Issue
- 11-12 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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173 bis zum Tode bei ihm aushielten, erzählt uns von einer vertraulichen Unterhaltung, die er mit Napoleon hatte und an welcher auch der General Bertrand Theil nahm. Man kam auf die christliche Religion zu sprechen. Da sagte Napoleon: Alexander, Caesar, Carl der Große, und ich haben große Reiche gegründet, aber worauf haben wir unsere Schöpfungen gestützt? Auf die Gewalt! Jesus Christus allein hat Sein Reich auf die Liebe gegründet und heute noch würden Millionen Menschen für Ihn sterben. Es ist weder ein Tag, noch eine Schlacht, welche der christlichen Religion in der Welt den Sieg verschafft haben. Nein, ein Krieg ist's, ein langer Kampf dreier Jahrhunderte, begonnen durch die Apostel und fortgesetzt durch ihre Nachfolger. In diesem Kriege stehen alle Könige und alle Mächte der Erde auf der Einen Seite, auf der andern sehe ich keine Armee, sondern eine geheimnißvolle Kraft einiger Menschen, die hier und da in alle Theile der Welt verstreut find und die kein anderes Bundeszeichen haben, als den gemeinsamen Glauben an die Geheimnisse des Kreuzes. — Ich sterbe vor der Zeit, und mein Leib wird der Erde wiedergegeben werden, um in derselben eine Speise der Würmer zu werden. Das ist das nahe bevorstehende Ende des großen Napoleon! Welch mächtiger Abstand zwischen meinem tiefen Elend und dem ewigen Reiche Christi, das da gepredigt, geliebt, angebetet wird und über die ganze Erde sich erstreckt! Heißt das sterben? Heißt das nicht vielmehr leben? Der Tod Christi ist der Tod Gottes. — Hierauf schwieg Napoleon und als der General Bertrand nichts erwiderte, sagte er noch: Begreifen Sie nicht, daß Jesus Christus Gott ist, so habe ich Unrecht gehabt, Sie zum General zu machen. So Napoleon. Und weiß ein Anderer einen König, der seinem Reiche ein sicheres Fundament gegeben hat, als Jesus Christus, der nicht blos durch vortreffliche Gebote und Lehren, wie es ja auch das mosaische Gesetz gethan, sondern der vielmehr durch seine eigene, in allen menschlichen Lagen bewährte