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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 7-8 (1871) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
7-8 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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109 stenheit, abgesehn von seiner Gottheit, der Person Christi zugeschrieben wird; sie sind sich selbst daS sittliche und religiöse Ideal, welches eben darum nur noch auf den entsprechenden Lohn im äußeren Leben und auf die allseitige Anerkennung durch die übrige Menschheit wartet. Und beides faßt sich wieder so zusammen: Der jüdische Gott und der jüdische Mensch sind die Summe aller Erhabenheiten. Gottes Wort und Tradition. Der Jahresbericht des Rbeinisch-Westphälischen Vereins für Israel 1870 theilt folgendes Gespräch mit: „In einem jüdischen Gasthause fand ich (ein Colporteur) eine von Juden vollgepfropfte Stube. Einer derselben, den ich schon früher zu Hause besucht, erkannte mich und stellte mich der Menge als Missionar vor. Sogleich wurde ich gefragt, ob ich der römische Priester — einer von den Gebrüdern Lehmann, die sich beim Papst während des Concils in Betreff der Judenmission anmelden ließen — wäre? Auf mein Versichern, daß ich ein evangelischer Christ und ein Freund Israels sei, wurde ich in ihre Mitte mit dem Bemerken gerufen, daß wir ihre Freunde und verfolgte Kollegen genannt werden können, was sie aus den Thatsachen des Verhaltens der dortigen Katholiken gegen die Evangelischen und Juden während des Krieges im Jahre 1866 bekräftigten. Nun wurde ich aufgefordert, den Unterschied zwischen Protestantismus und Katholicismus in Kürze zu erklären. Als Antwort führte ich ihnen eine Stelle aus dem unter den Juden viel gelesenen Buche Kol Jacob „die Stimme Jacobs" an. Der Verfasser, der Dubner Magid, bei den Juden eine Autorität, frägt dort also: „Was ist der Unterschied zwischen dem alten und dem heutigen Judenthum? Antwort: das Erstere ist ein Schatz (Mose und die Propheten), den man in die Welt unversehrt schicken wollte. Zu diesem Zwecke miethete man unter großem Lohn einen angesehenen Fuhrmann, mit der Bedingung, keine Packete oder sonstige Gegenstände demselben beizulegen,

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