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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 3-4 (1871) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
3-4 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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55 Mein lieber theurer Heiland werde ihnen nur offenbar, und wenn sie einmal recht in dem Elend lägen, vielleicht käme der selige Tag, davon Maleachi geweissagt hat, daß-die Herzen der Väter, das seid ihr Juden, zu den Kindern, das find wir, die in euer Erbe getreten und euch euer Gut wegnehmen, bekehrt werden. Ich wollte, daß eS heute geschähe. N. Gott helf uns Allen, Glückseligen Abend! mein Herr. Ei nun kann Herr Meinhart was bei meiner bösen Schuld thun, so werde ich dankbar sein (geht ab). 233. M. Die verstockten Juden! wie der Herr die Sache so schön ausgeführt hat, und was hat'S geholfen? sein Geld lag ihm mehr am Herzen als der christliche Glaube. P. Was wird's helfen? Frau Mutter! wenn der Herr Pfarrer morgen das schöne Evangelium verlesen wird vom großen Abendmahl: wird keiner mehr zu seinem Acker und zu seiner Handthierung gehn? wird sich keiner mehr an's Weib hängen, und darüber das Abendmahl der Hochzeit des Lammes versäumen? W. M. Ach leider Gottes! nur allzuviel. P. So wollen wir mit dem Nathan heute noch Geduld haben. Ein christlicher Pfarrer ist ihm Geld schuldig, hat ihm einen Wechsel ausgestellt, und verläßt sich jetzt darauf, daß er nicht nach dem Wechselrecht belangt werden kann, das ist ein klein Gegengift wider meine Argumente. Wer weiß, was er von mir denkt, der gute Mann! wenn er mir gleich nicht viel zu antworten weiß. Er denkt vielleicht, ich will mir in meinen Büchern schon eine Antwort finden; und wer weiß, wir sagen immer zum Vater: Ja! und gehen nicht, ob der nicht noch eine Weile nein! sagt, darnach reut es ihn — und er geht. Außer diesen zwei Gesprächen ist uns besonders noch ein Schreiben Zinzendorf'S an die Judenschast der Wetterau erhalten. Eindringlicher als es in demselben geschieht, kann Niemand reden. Es folge an dieser Stelle daher unverkürzt: Ihr lieben Juden in dieser Gegend! Ich wollt euch gern sehr loben wegen eurer bisherigen und nun so viel hundertjährigen Pünktlichkeit in eurem Gesetz; ich

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