Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 27 (1871)
- Issue
- 3-4 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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51 zwei Cameraden, die er bei sich hat. Wir wollen ganz einfältig reden. N. Meinethalben. P: WaS hat der Herr wider den Sohn Gottes einzuwenden? N. Wo steht'S geschrieben, daß Gott einen Sohn hat? denn mit euerm Naschku Bar (Psalm 2, 12) müßt ihr mir nicht kommen; das haben unsere Rabbinen lange erwiesen, daß das nicht „küsset den Sohn" heißt, sondern „bewappnet euch mit Weisheit." Mit Naschku wäre noch auszukommen, aber wie kommt Bar in den hebräischen Text? das ist ein chaldäisch Wort; der Sohn heißt Ben. P. Im Vorbeigehn zu fragen, was heißt Bar Israel? N. Ein Sohn Israels. P. Nun, ich habe im Uebrigen den Spruch noch nicht angeführt. In den Sprüchen Salamonis am 30. (30, 4) heißt es: Wer fährt hinauf gen Himmel und herab? wer fasset den Wind in seine Hände? wer bindet die Wasser in ein Kleid? wer hat alle Enden der Welt gestellt? wie heißt er, und wie heißt sein Sohn? weißt du das? Da steht's, daß Gott einen Sohn hat, und das wäre die Antwort auf die Frage. R. Nun weiß denn er's, wie er heißt? P. Ohne Zweifel: Gott! wie der Vater: mein Name ist in ihm; und es scheint mit dem zweiten Psalm übereinzukommen, küsset den Sohn, daß er nicht zürne. Nun will ich nur zwei Worte von Naschku Bar sagen. 1) Die Weisheit heißt nicht Bar. Das wäre ein verstümmeltes ebräischeS Wort, das wäre in der Bibel nicht Brauch; aber ein gut chaldäisches wird er oft finden und würde übel zurecht kommen, wenn er sie alle wegthun wollte, oder ihnen ebräische Bedeutungen wider die Grammatik geben wie hier. 2) Wenn man den ganzen Psalm liest, so steht man wohl, daß der Zusammenhang: der Sohn Gottes ist euer König, ihr Könige der Erde unterwerft euch, sonst wird es euch 4*