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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 3-4 (1871) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
3-4 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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_42_ lus liebt solche scheinbare Widersprüche. Die Tobten, von denen das Leben ausgeht, sind Israel das erstorbene. Das Leben, das sie bringen, ist der Fortschritt über die Gnadengemeinschaft hinaus, ist also nicht das neue inwendige geistliche Leben, sondern das neue leibliche Leben der Verklärung. Zweifach ist die Gestalt des Reiches Gottes auf Erden: innerlich jetzt, äußerlich zukünftig; jetzt ein Gnadenreich, einst ein Verklärungsreich; jetzt Versöhnung, einst Leben. Versöhnungsgnade brachten der Welt zu Wege die, welche der Gnade Gottes entfielen; das Leben werden ihr zuwege bringen die, welche dem Tode verfallen sind. Diese Zukunft des Reiches'Gottes ist der rechte Fortschritt über die Gegenwart des Reiches Gottes hinaus. Dieses Neue ist bedingt durch die Wiederkunft Jesu Christi. So ist es auch geweiffagt Apg. 3, 19 ff. Das ist die selige Folge der Bekehrung Israels. Denn wenn der Herr kommt, will er zu Israel kommen. Aber nicht eher werden sie ihn Wiedersehen als bis sie rufen - Gelobet sei, der da kommt in Namen des Herrn I Wunderbar sind die Wege Gottes. Israel hat ausgehört der Boden des Reiches Gottes zu sein, damit es die Völkerwelt werde. Aber eben das wird Israel reizen. Was es am Anfang verschmäht, wird es am Ende mit großem Eifer begehren. Aus dem ersten Volke ist es zum letzten geworden. Aber auch als letztes bleibt es das Volk des heilsgeschichtlichen Berufs. Während in der-Völkerwelt, der große Abfall stattfindet, wird die Kirche des Endes in Israel bewahrt und hindurchgerettct in den 144000 Versiegelten (Offb.Joh.7). Wenn dieBedrängniß der Gemeinde zum Aeußcrsten gestiegen, wird der Herr kommen und in Zion sich offenbaren. Da werden die Gläubigen alle zu ihm gesammelt, und so viele ihrer gestorben erweckt, um bei ihm zu sein in seinem Reiche. O daß es bald anbräche! Laßt uns mit dem Apostel unfern heidenapostolischen Beruf herrlich machen (V. 13), um ihrer Etliche zu reizen jetzt schon und die Zeit . ihrer allgemeinen Bekehrung in der Zukunft zu beschleunigen, damit nahe, was wir hoffen und ersehnen, der herrliche Advent des Herrn!

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