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Dibre Emeth · 1870-01-01 · 12 (1870) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
26 (1870)
Issue
12 (1870)
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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178 durch den Propheten Jesaia 43, 9: Alle Heiden sollen sich versammeln zumal u. s, w. Darauf spricht Gott, der Heilige, geb. s. er, zu ihnen: Nicht sollt ihr euch in buntem Gemisch versammeln, sondern jedes Volk soll einzeln erscheinen mit seinen Lehrern, wie es heißt (ebend. 43, 9): die Völkerschaften sollen sich zusammenthun. Das Wort Volk, aber bezeichnet stets ein Reich>) (d. i. eine Nation, die einen besondern gegliederten Organismus ausmacht) wie aus Gen. 25, 23 deutlich zu ersehen ist: Ein Volk wird dem andern überlegen sein. Wie ist aber in den Augen Gottes, des Heiligen, geb. s. er, Verwirrung möglich? (d. i. warum dürfen nicht alle Völker zugleich erscheinen? Kennt sie etwa Gottes allsehendes Auge nicht? und weiß er vielleicht nicht, wer zu diesem oder jenem, Volke gehört?) Antwort. Es geschieht deshalb, damit sich die Völker nicht untereinander vermischen, das eine mit diesem oder jenem und damit sie hören, was er (Gott) zu ihm (je dem einzelnen) sage. Das römische Reich wird sich darauf zuerst versammeln. Warum grade dieses zuerst? Antwort. Weil es das geachtetste (das vornehmste in seiner Rangstellung) ist. Woher wissen wir, daß es das geachtetste ist? Aus Daniel 7, 23: Es zehrt alles Land auf, zertritt und zermalmt es.?) R. Jochanan sagt: Das ist Rom, dessen Schuld in der ganzen Welt bekannt ist. Woher aber wissen wir, daß der Geachtete am Gerichtstage den Vorrang hat? Aus dem Worte des R. Chasda. Dieser sagt: Wenn ein König und ein Volk vor Gottes Gericht sich versammeln, so geht der König voran, wie es heißt (1. Kön. 8, 59): Daß er Recht schaffe seinem Knechte und Recht seinem Volke Israel. (So spricht der König Salomo, er nennt sich also zuerst mudS und der Rabbinen soviel als Götzendiener, Nichtjude. Vergl. Tract. Gittin f. 61->- und Bnxtors Lex. p. 402. *) fllsSö nSn DltfV p* *1, wörtlich: nicht ein Volk, sondern ein Reich. Daß immer den Sinn von Volk, Nation hat, geht aus Gen. 25, 23 hervor, wo Onkelos übersetzt. *) Das vierte Thier, welches Daniel in seinem Tranmgesichte ans dem Meere aufsteigen sieht, hatte eiserne Zähne und eherne Klanen, fraß alles auf und zerstampfte das Uebrige mit seinen Füßen. Nach dem Talmud nun wird mit diesem Thiere das gottlose Rom gemeint.

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