Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 26 (1870)
- Issue
- 9-11 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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170 verweilen, während sein angebornes Temperament ihm ohne Zweifel oft freundliches Gehör verschaffte, und die Zuneigung und Achtung derer ihm gewann, denen er um Christi willen seine Thätigkeit zuwandte. Der englische Berichterstatter über sein Lebensende hatte mit ihm während des verflossenen Septembers mehrere jüdische Familien in Frankfurt a. Mbesuchen dürfen und erinnert sich noch an daö herzlich theilnehmende Interesse, welches Dr. Poper Jenen an allen ihren Freuden und Leiden erzeigte, während er zugleich niemals seine besondere Misstonsaufgabe aus den Augen verlor. Sein bleiches, klares und freundliches Gesicht bei dem Abschiede auf der Eisenbahn steht noch lebendig vor ihm, obgleich er damals gar wenig daran dachte, daß sie sich vor der Ewigkeit nie wieder begegnen würden. Die Arbeiten von Dr. Poper ermangelten auch nicht der sichtbaren Zeichen des Erfolges für Andere. Kein Jahr seiner Frankfurter Thätigkeit verging, in dem er nicht einer oder mehrerer Taufen erwähnen durfte, während die Gesammtzahl derselben von 1843 bis 1870 sich auf 88 beläuft. Im Jahre 1853 berichtet er, daß er Gelegenheit gefunden habe zu 2500 Juden von Christo zu reden. Die Zahl der in diesem Jahre ihm bekannten Prosrlyten beträgt 42. Im Jahre 1856 war diese Zahl schon auf 90 gestiegen, unter denen 3 Geistliche und Mehrere Lehrer an Gymnasien oder Schulen waren. Im Jahre 1859 spricht er sogar von mehr als 100 Proselyten, In noch späteren Jahren darf er von ihrer fort und fort wachsenden Zahl, sowie im Allgemeinen von ihrer Beständigkeit im ganzen Wandel Zeugniß ablegen. Ein anderes wichtiges Werk in dieser Station ist die Verbreitung des Wortes Gottes gewesen. In den letzten 10 Jahren sind 7647 deutsche Bibeln verkauft worden, und fast jeder seiner Berichte enthielt interessante Vorfälle als Beweise für den Segen, den Juden aus ihrem Studium der heiligen Schrift gewannen. Die Sprache des letztjährigen Berichts ist auffallend, aber die Thatsachen rechtfertigen dieselbe, wenn er schreibt: „Vor 25 Jahren schienen die Schwierigkeiten der Mission fast unüberwindlich. Damals mußten, nach vergeblichen Versuchen die Juden in ein Gespräch auf den Straßen und Marktplätzen zu ziehen, die Missionar« in Sorge und getäuschter Hoffnung