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Dibre Emeth · 1870-01-01 · 9-11 (1870) · page 40

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
26 (1870)
Issue
9-11 (1870)
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 40)
Language
German
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res aber ich verhärtete mein Herz und glaubte nicht. Ich fühlte, der Herr stand an der Thür und klopfte an, aber ich ließ ihn nicht eintreten, bis ich zuletzt, gepriesen sei sein hochheiliger Name, außer Stande war, noch länger gegen das Licht zu streiten, weiterer Widerstand war ganz unmöglich und nun lautete mein Bekenntniß — ich bin ein verdammter Sünder, überzeugt, es giebt keine Hoffnung auf Errettung für mich, wenn ich nicht wiedergeboren werde. Herr ich glaube, hilf du meinem Unglauben! Durch die Gnade und das Verdienst und die Freundlichkeit dessen, der da starb, der Gerechte für den Ungerechten, glaubte ich — glaubte an ihn als den alleinigen Heiland, Erlöser und Erretter, von dem Moses in dem Gesetz gelehrt hatte, daß der Herr einen Propheten unter meinen Brüdern erwecken würde, und seine Worte in seinen Mund legen, und derselbe werde Alles sagen, was er ihm gebieten werde und es werde geschehen, daß wer nicht hören werde auf seine Worte, welche er reden werde in seinem Namen, von dem werde er es fordern 5. Mose 18, 18.19; und von ihm sagten die Propheten, daß er werde ausgerottet werden, aber nicht für sich selbst, sondern geschlagen und ausgerottet aus dem Lande der Lebendigen um der Uebertretungen willen seines Volkes, Dan. 9, 26, Jes. 53; und auch die Evangelisten und Propheten „es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch welchen wir können selig werden," Apostel-Gesch. 4,10. 12; und „wenn Jemand ist in Christo, so ist er eine neue Creatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist Alles neu geworden," 2 Cor. 5, 17. ES war ein Wunder, aber ich glaubte es, und da verstand ich das wunderbare Wort bei Johannes (3, 8): Der Wind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er gehet, so ist ein jeglicher Mensch, der auS dem Geiste geboren wird." Ich will hier von den schweren Kämpfen nicht sprechen, als ich auf der einen Seite die Erlösung sah, und auf der anderen Seite Verdammung, Haß, Verachtung einer geliebten Mutter, von Verwandten und den Juden. Diese Kämpfe waren in der That groß und dauerten lange, aber der Herr antwortete gnädig auf meine Gebete und auf die meiner Freunde, und ich siegte, aber freilich nicht durch meine eigene Kraft, sondern durch Christum, der mich

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