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Dibre Emeth · 1870-01-01 · 9-11 (1870) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
26 (1870)
Issue
9-11 (1870)
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1*1 will ich es, unter dieser Bedingung nehme ich alles auf mich. — (Pesikta allein.) Zu jener Stunde stellt Gott der Heilige, geb. s. er, vier Lebewesen auf, die den Thron der Herrlichkeit des Messias tragen sollen. Die Feinde aber und Fürsten der Völker sagen: Wohlan, wir wollen den Messias und sein Zeitalter anfeinden, damit sie nicht geschaffen werden. Gott der Heilige, geb. s. er, aber spricht: Warum befeindet ihr das Zeitalter des Messias, da er (.Kin bezieht sich nicht nur auf das Zeitalter deS Messias, sondern auch auf den Messias, den Repräsentanten desselben) doch angenehm und schön ist und ich mich über ihn freue und an ihm meine Augenweide habe und in ihm Ruhe finde, wie es heißt (Jos. 42,1) : Siehe, mein Knecht, auf den ich mich stütze (wörtlich: den ich erfasse.) Warum befeindet ihr ihn also? Siehe, ich werde euch alle vertilgen, als wenn ihr vom Feuer verzehrt und in Fesseln geschmiedet wäret, nur eine Seele soll nicht vertilgt werden, weshalb eö heißt (Ps. 36,10): Denn bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Lichte sehen wir das Licht. (Pesikta und Jalkut.) Man erzählt: In jener Woche, wo der Sohn Davids kommt, bringen sie eiserne Stäbe und legen sie auf seinen Hals, bis seine Gestalt ganz niedergedrückt ist. Er aber schreiet auf und weinet und seine Stimme dringt zur Höhe. Er ruft vor dem Heiligen, geb. s. er: Wie viel Kraft habe ich noch, wie viel Geist, wie viel LebenSodem, wie viel Glieder! Bin ich nicht Fleisch und Blut? Da weint David und sagt (Ps. 22,16): Vertrocknet gleich der Scherbe ist meine Kraft. Gott der Heilige, geb. s. er, spricht, hierauf zum Messias: Messias, meine Gerechtigkeit! Du hast das alles bereits vor den sechs Tagen der Weltschöpfung auf dich genommen; jetzt sei dein Schmerz gleich meinem Schmerze. Denn seit dem Tage, daß Nebucadnezar, der Frevler, heraufgekommen, und mein Haus verwüstet und meinen Tempel verbrannt und meine Kinder unter die Kinder der Völker der Welt (d. i. der Heiden) geführt hat, bei deinem Leben und dem Leben deines Hauptes, habe ich mich nicht zu meinem Throne zurückbegeben, und wenn du es nicht glaubst, siehe den Thau auf meinem Haupte, wie es heißt: Mein Haupt ist voll Thau. Zur selben Stunde sagt der Messias vor Gott dem Heiligen, geb. s. er: Jetzt beruhigt sich mein Sinn; eS geziemet dem Knechte, daß er gleich sei seinem Herrn. 9*

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