Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 26 (1870)
- Issue
- 7-8 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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107 Redaktion der letzten Mischnarecenston besorgt haben soll (Mitnita de be Rab.) Siphra ist ein Mivrasch zu dem Buche Leviticus, weshalb er wie dieses oft Torat Kohanim (D'jrD n*)1D), d. i. Lehre der Priester, genannt wird. Er handelt demnach größtentheils über die Opfergesetze und die Verordnungen über die levitische Reinheit, also überhaupt über Angelegenheiten der Priester. Unter dem Namen Torat Kohanim erscheint er sowohl in der Mischna, Menachot, Abschn. 4, Mischna 3, als in Siphra selbst, vergl. Par. "n&K, Abschnitt 13, Hal. 10. Zwar ist das Werk nicht durchweg hagadischen Inhalts, es beschließt auch eine ganze Reihe halachischer Stücke, je nachdem der heilige Tert dazu Veranlassung giebt. Ebenso ist Rab wohl auch nicht durchweg als Verfasser des Sepher Siphra anzusehen, sondern vielmehr nur als Sammler und Redactor. Er hat das Werk aus früheren, bereits eristirenden Sammlungen zusammengetragen, woraus aber hervorgeht, daß viele Stücke weiter zurückliegen als das Jahr 243, das Todesjahr des Rab. Das hohe Alter unseres Midrasch erhellt ferner auch aus dem Umstande, daß der Babylonier Chija (X'Tl'“)) darin oft erwähnt wird, desgleichen daß alle citirten Autoritäten nicht über das Jahr 243 hinausreichen. Die Sprache des Werkes, da sie der der Mischna sehr ähnelt, kann auch als ein Beweis mit für das hohe Alter des Sepher Siphra angesehen werden. 2. Sepher Siphre OlDD) d. i. Bücher, oder vollständig, □'“Pin “DTCQ PDD. Auch dieses berühmte Werk wird dem Rab zugeschrieben, weshalb es wie Sepher Siphra gleichfalls Siphre debd Rab (3*1 PT ’TDD) d. i. Bücher der Rab'schen Schule, oder Schear Siphre debe Rab QT PT PDD T8V) d. i. die übrigen Bücher der Rabschen Schule, genannt wird. Siphre ist ein Commentar zu den beiden letzten Büchern des Pentateuch, zu Numerus und Deuteronomium; bezüglich des Inhaltes befaßt er hagadifche und halachifche Stücke, je nach der Beschaffenheit heiligen TerteS. Ursprünglich war Siphre in Baraitas*) (d. i. die außerhalb oder draußen *) >xn'T3 d. i. pn X13. Samuel der Fürst erklärt das Wort in seiner Einleitung zum Talmud folgendermaßen: DnöDT Sa .,T)L>vn nnx ipnpnu»