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Dibre Emeth · 1870-01-01 · 1-2 (1870) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
26 (1870)
Issue
1-2 (1870)
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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2 Mission vorbereitet werden sollte. Nach zweijährigen Studie,» i» London wurde er als Laienmissionar nach Holland gesandt, bald jedoch nach Polen berufen, welches der vorzüglichste Schauplatz seiner Thätigkeit gewesen ist. Warschau, Lublin und Suwalki waren seine Stationen unter den Juden der polnischen Länder. Im Jahre 1854 mußte er aber Warschau verlassen, »veil die russische Regierung in Folge des Krimkrieges die Thätigkeit der englischen Missionsgesellschast in ihrem Lande nicht dulden wollte. Deßhalb »vurde er nach Breslau versetzt, wo er, von einer Erlaubniß des evangelischen Consistoriums Gebrauch machend, einen großen Theil der daselbst üblichen Misstonspredigten in der Barbarakirche vor einer gewöhnlich ganz ansehnlichen Versammlung hielt und außer anderen Arbeiten im Dienste der Mission die Redaktion der „Dibre Emeth" müübernahm. Ihn zeichnete ein klarer Blick, ein scharfer Verstand, ein lebendiger Eifer und eine bedeutende, auch litterarische Gewandtheit in allen seinen Arbeiten aus. Unverwandt, selbst als seit 1864 seine Gesundheit sehr ernst bedroht sich zeigte, mit dem Herzen auf die Förderung des Werks bedacht, dem er so viele Jahre mit ebenso großer Treue als Tüchtigkeit ergeben gewesen war, ließ er wenigstens die Feder fortarbeiten, nachdem der Leib gebieterisch das Ausspannen verlangt hatte. Seine letzte Aufzeichnung lassen »vir an dieser Stelle folgen, sie stellt uns zugleich eine interessante Episode aus seinem Leben dar: „In dem Jahrzehnt von 1830 bis 1840 war eine eigenthümliche, ziemlich starke, man kann wohl sagen religiöse Bewegung unter den sogenannten polnisch litthauischen Juden, d. i. unter den Juden in dem nördlichen Theil des Guberniums Augustow. Eine merkwürdige Erscheinung unter jenen Juden »var und ist es wohl noch, daß der Chassidismus dort durchaus keine Eroberung »nachte und keinen festen Fuß fassen konnte, so sehr er auch in dem übrigen Polen verbreitet war und so stark und mächtig er auch lange Zeit herrschte. Kaum daß sich von Zeit zu Zeit hin und wieder ein einzelner Jude fand, der in einiger Verbindung mit diesen Fanatikern stand oder sich ihnen lose anschloß; er mußte seinen Chassidismus sehr in Maß und Grenzen, »venn nicht gar geheim halten, wenn er sich nicht Unannehmlichkeiten oder wenigstens Verachtung zuziehen wollte. — Der litthauische Jude war immer in

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