Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 3-4 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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53 „Segenssprüche" und 5. Mos. 6,4., darauf Gebet, dann ein englisches Gebet, für diese Gelegenheit verfaßt, und hiernach eine englische Weiherede von Rev. Isaak M. Wise, Rabbi in Cincinnati. Darauf ein Gebet, genannt „Anbetung," in welchem von Seiten der Gemeinde als Responsorium folgt: „Also beugen wir die Kniee und werfen uns nieder vor dem Könige aller Könige, dem allein Heiligen und Gesegneten;" dann „das Morgen-Kaddisch," bei welchem die Versammlung respondirt: „Möge sein großer Name gesegnet und verherrlicht sein auf immer" und „Möge er, der Frieden schafft in seinem hohen Himmel, Frieden verleihen unter uns und unter dem ganzen Israel. Amen." Darauf ein hebräischer Gesang, ein freies Thema auf der Orgel und Entlassung der Gemeinde. Ich bin auch früher in jüdischen Synagogen gewesen, aber dieses Gebäude und dieser Gottesdienst übertrafen Alles, was ich je gesehen oder gehört habe, und wahrscheinlich bietet dieses Land nichts unter den Juden dar, was dies überträfe oder auch selbst nur damit zu vergleichen wäre. Diese Gemeinde gehört zu denen, welche die Reformpartei des Judenthums heißen, und ist der ähnlich, welche in dem Tempel in Sixth Street oberhalb Brown sich versammelt; auch deren Mitglieder fitzen in den Gottesdiensten unbedeckten Hauptes da. Die Zeitung „Tribüne" sagt: „die Frage über Abhaltung des Gottesdienstes des Sonntags statt deö Sonnabends ist bei ihnen ein Gegenstand. der DiScussion und hat viele Anhänger." In einer anderen Nummer des „L,utüsran and Missionary“ lesen wir, daß nun wirklich die Kirchstühle der neuen Synagoge verkauft worden sind. Der veranschlagte Werth der Kirchstühle war 600,000 Dollars. Wie schon erwähnt, war als höchster Preis für einen Stuhl (und 20 solcher gab es) 5000 Dollars festgesetzt. Mit noch 4600 Dollars darüber hinaus, also mit 9600 wurde der erste Platz gerade gegenüber der Kanzel bezahlt. Manche Sitze wurden zu einem verhältnißmäßig niedrigen Preise verkauft, der niedrigste für 300 Dollars; jeder Sitz ist für 7 Personen eingerichtet. In Folge dieser Versteigerung steht der Tempel schuldenfrei und mit einem Amortisationsfonds von 100,000 Dollars da. Christen können etwas lernen von dieser Kunst zu geben unter den Kindern Abrahams."