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Dibre Emeth · 1869-01-01 · 3-4 (1869) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
25 (1869)
Issue
3-4 (1869)
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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39 Unter anderen Proselyten dieser Zeit verdient der Arzt Johannes Baptist« besondere Erwähnung. Er schrieb ein Buch: „Widerlegung der jüdischen Sekte," das höchst merkwürdig ist. Er preist in der Vorrede die Barmherzigkeit Gottes, die ihn zu Christo geführt, und wie, trotz der Hartnäckigkeit der Juden, die Christen nicht aushören sollten ihnen den christlichen Glauben anzupreisen. Er wünscht, daß die Juden zur Lektüre seines Buchs gezwungen würden. Denn nicht durch Gewalt oder aus Geldlust, Eitelkeit und Unbekanntschaft mit dem jüdischen Wesen sei er selbst Christ geworden, sondern die Propheten, welche er zuerst durch die Mönche kennen gelernt, hätten ihn in seinem Selbststudium überwunden. Daher erbitte er Gehör von seinen Brüdern. Sein Buch besteht aus 3 Theilen. 1) Die Erscheinung des Messias nach 13 Weissagungen. 2) Die zweite Erscheinung des Messias zur Zeit des Gog, d. i. des Antichrist, zu welcher Zeit der Rest Israels werde selig werden. 3) Widerlegung der Juden durch Bilder, Beispiele und moralische Gründe. Der Bekehrung ständen besonders die Heuchelei, die Geldgier, der Aberglaube und der Hochmuth im Wege. Zuletzt ermahnt er die Proselyten zur Treue am Evangelium und einem würdigen Leben. — Eine seltene Erscheinung evangelischen Geistes! Die strengen Verordnungen gegen die Juden, welche nach dieser Zeit erlassen wurden, bewogen viele äußerlich Christen zu werden. Diese Neuchristen (Marannoö) wurden den Juden ein Gegenstand der Verachtung, den Christen des Mißtrauens. Sie verfielen tausendmal den Ketzergesetzen. Unter Ferdinand V. stiegen die Greuel auf's Aeußerste, Marannos wie Juden wurden den Scheiterhaufen in großer Zahl überantwortet, endlich Alle aus Spanien vertrieben. Nur in Holland fanden sie Ruhe; hier nahmen auch viele Neuchristen ihr Judenthum wieder an. Uebrigenö war Spanien trotz alle dem nicht von den Juden und Neuchristen gereinigt, noch heute soll es in der Geistlichkeit des Landes geheime Juden geben. Ganz ähnliche waren die Schicksale der Juden in Navarra und den baskischen Provinzen. Auf den balkarischen Inseln fand unter Bischof SevemS (418) eine große Bekehrung von 450 Juden auf einmal statt; unter denselben war ein Theodorus, welchen alle Bewohner der ganzen Insel „Vater des Vaterlandes" nannten. Raymund von Pennaforte und

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