Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 11-12 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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184 er dabei, daß der Messias ein Mensch gleich uns sein würde und auf natürliche Weise geboren. Es störte ihn auch nicht, daß dann der Messias, von sündlichen Menschen erzeugt, nothwendig ein Sünder sein müßte. So weit der Erzähler. Hinzugefügt sei noch, daß auch bei den Karaiten nicht das Bedürfniß nach Erlösung und Versöhnung in höherem Grade als unter den anderen Juden zu finden ist. Der Messias ist ihnen nicht vor Allem ein Heiland, welcher den Frieden mit Gott wieder herzustellen hätte, sondern ein großer König, der Israel in den alten Zustand der vergangenen Tage zurückführen soll. Auch bei ihnen fehlt es an der Sündenerkenntniß, welche allein recht Jesum verstehn und annehmen lehrt. Die Selbstzufriedenheit und Selbstgerechtigkeit ist bei ihnen der Ausleger der heiligen Schrift, wie unter den Talmudisten des Talmud. Eine seltene Auszeichnung. Die jüdischen Zeitblätter sind sehr eifrig bemüht, alle Beispiele anzuführen und sorgfältig aufzuzählen, wenn irgendwo ein Jude zu einem Amte oder Posten befördert, in ein Parlament, Kammer, Abgeordnetenhaus u. dergl. berufen und gewählt, zu einer vornehmen Tafel herangezogen wird, oder einen Orden, eine Prämie u. s. w. erhält. So erzählt „Der Israelit" auch von einem dänischen Juden, der auf der Pariser Ausstellung „ehrenvoll" für seine Leistungen und Verdienste ausgezeichnet wurde. Wir geben hier die Mittheilung in ihrem Zusammenhänge mit dem, was derselben unmittelbar vorangeht. „Aus Dänemark erfahren wir, daß der italienische Gesandte in Kopenhagen ein Glaubensgenosse ist, und zwar ein Vetter oder Bruder von dem portugiesischen Rabbiner in London. Wenn aber neulich mehrere jüdische Blätter seine Frömmigkeit rühmten, so müssen wir dem gegenüber bemerken, daß er niemals die Synagoge besucht, nicht einmal, wie man es doch selbst von einem nichtfrommen Israeliten erwarten sollte, am heiligen Versöhnungstage. Uebrigens wollen wir, indem wir dies constatiren, seiner eventuellen anderweitigen „„Fröm-