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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 7-8 (1868) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
7-8 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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in Modelle erklärte und auch Traktate gab, wenn sie dieselben haben wollten. Herr Schlochow sagt, daß zu Zeiten sich 50 bis 60 Personen um das Modell der Stiftshütte versammelt hätten, das er ihnen dann in seinen verschiedenen Theilen erklärt und dabei darauf hingewiesen habe, daß dies Alles Vorbilder von Jesu, dem Messias, gewesen seien, und daß das jüdische Volk so in Symbolen in den Lehren des Christenthums unterrichtet worden sei. Selbst bei Erklärung des Modells von der Christus-Kirche in Jerusalem fand Herr Schlochow Gelegenheit den Juden das Evangelium zu predigen, indem er ihnen sagte, daß die Gesellschaft wünschte den Juden Liebe zu erweisen und nur von dem Einen beseelt sei, daß sie sich dankbar gegen die Juden als Volk fühlen möchte, und daß sie ihnen um des Herrn Jesu willen das Evangelium predigte und Gutes thäte. Die Juden waren oft erstaunt wenn sie hörten, daß die Gesellschaft in Jerusalem für arme kranke Juden ein Hospital habe, wo sie unentgeltlich verpflegt würden und dabei kein Einfluß auf ihre Religion ausgeübt würde. Im Ganzen ging man sehr vorsichtig zu Werke. Man drängte weder sich selbst den Juden auf, noch nöthigte man sie Traktate anzunehmen. Auf dem Tische lagen einige Notizen, die da sagten, daß diejenigen, die es wünschten, sich Traktate nehmen könnten. Das Ausstellungs-Lokal wurde sehr zahlreich besucht von 50 bis 60 Juden und im Ganzen von etwa 1500 Personen täglich. Es wurde von Juden aus allen Welttheilen und allen Gegenden, selbst aus der Kapstadt, besucht. Von dem Alten Testamente wurden in hebräischer Sprache, oder mit französischer oder deutscher Uebersetzung 400 Exemplare verkauft. Von dem hebräischen Neuen Testamente wurden 798 Exemplare an Juden Theils verkauft, Theils verschenkt. Theile des Neuen Testaments in deutscher und französischer Sprache wurden 16,425 verabfolgt, wobei man besonders darauf achtete, daß sie in die Hände der Juden kamen. Außerdem wurden 12,144 Traktate an Juden und 90,100 an Christen vertheilt. Die letzteren, in französischer, deutscher und englischer Sprache, handelten besonders von den Mitteln und dem Zwecke der Gesellschaft. Die Juden, welche das Ausstellungs-Lokal besuchten, gehörten den verschiedensten Ständen an. Herr Schlochow sagt hierüber:

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