Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 7-8 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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109 den Grad der geistlichen Wärme, wie sie in den verschiedenen Reichen der Erde gefunden wird, angiebt, in der Linie gefunden werden dürfte, welche die Spur des Weckers dieser großen Gesellschaft anzeigt. Wo nur immer wenig für Israel gethan wird, da ist die geistliche Wärme eine geringe. In dem Maaße als unser Herz warm wird, achten wir auch auf dies wunderbare Volk. Gerade wie der Golfstrom von Mexico, welcher so vielen Theilen in der Welt Fruchtbarkeit und Schönheit giebt, seinen wunderbaren Umlauf aufrecht erhält, ebenso werden Sie, wenn das Herz warm erhalten wird, ein stätiges und fortdauerndes Ausströmen des Geistes von wahrem Mitleid und wahrhaft christlicher Liebe zu dem Werke Gottes auf der ganzen Erde haben. Wenn das ist, dann wird diese große Gesellschaft nicht mehr über Mangel an Mitteln zu klagen haben. Lasset uns eingedenk sein, daß die Ankunft des Herrn herannaht, daß die Zeit immer kürzer wird, daß der Feind sehr zornig ist; daß aber auch Gott große Macht hat, und wir unter seinem Segen selbst mit den geringsten Werkzeugen ein großes Werk werden vollbringen können, aus dem viel Gutes folgen wird." Run wurde Herr Schlochow aus Mülhausen im Elsaß aufgesordert zu reden. Er begann damit, daß er keine Rede halten, sondern nur einige Thatsachen mittheilen wolle von dem, was er durch Gottes Gnade auf der Pariser Weltausstellung habe thun können. „Aber ehe ich das thue," sagte er, „lassen Sie mich Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, wie wir dazu gekommen sind uns mit unserm Werke an der Pariser Ausstellung zu betheiligen. Bei einer großen Pastoral- Conferenz in Straßburg traten einige Freunde. Israels zu dem besondern Zwecke zusammen, um zu sehen, ob nicht Etwas zum Wohle der Juden gethan werden könne, welche die Ausstellung besuchen würden. Das Comits schickte mich zu Ende des Jahres 1866 nach Paris, um einige Einleitungen dazu zu treffen, und die deutschen und französischen Pastoren zu Paris unterstützten mich hierin auf alle mögliche Weise. Zuerst hatte das Comits die Absicht eine bescheidene Stube zu miethen, in die wir unsere Brüder einladen und wo wir Tractate unter die Juden vertheilen könnten; aber als ich mich nach einer solchen Stube umthat, verlangte man eine so übermäßig große Summe, daß es unmöglich war den Plan auszuführen. Und ich bin in der That dankbar