Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1868-01-01 · 5-6 (1868) · page 21

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
5-6 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554765-2554769--04930-2560873
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

85 haben, wie die mündliche Verkündigung. Die Christen sind verpflichtet, und wollen dieser Pflicht auch Nachkommen, mündlich und schriftlich von Jesu Christo Zeugniß vor Israel abzulegen und ihnen zuzurufen: Kommt und sehet, ob dieser Jesus, der Gekreuzigte und Verachtete aus Nazareth, nicht der verheißene Messias ist? Manche treffliche und segensreich wirkende Schrift ist früher von dem Halleschen Institut ausgegangen. Im Laufe dieses Jahrhunderts haben die Missions-Gesellschaften für Israel in London, Berlin, am Rhein, in der Schweiz u. s. w. viele größere und kleinere Schriften drucken und verbreiten lassen. So verschiedenartig dieselben einerseits auch sind, indem sie bald beweisend, bald ermahnend, bald erzählend, bald lehrend, bald die Wahrheit des Ehristenthumo, bald einzelne Glaubenslehren desselben darstellend, die große Aufgabe zu erfüllen suchen: so haben doch alle das Eine Ziel, verfolgen alle den Einen Zweck, nämlich zu bezeugen: Es ist in keinem Andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden, denn allein der Name Jesus Christus. Damit wollen wir aber keineswegs über Alles, was auf diesem Gebiet erschienen ist, ein unbedingtes Lob ausgesprochen haben. Menschliche Werke tragen alle ihre großen Schwächen und Unvollkommenheit an sich. Bei den Juden, für welche diese Schriften zunächst bestimmt find, sind dieselben im Allgemeinen ein sehr verhaßter Gegenstand; viele sind von ihnen, namentlich in früherer Zeit, zerrissen, verbrannt und sonst vernichtet, somit aber auch gewürdiget worden, dasselbe Loos zu erfahren, wie einst die Weissagungen des Propheten Jeremias, die von dem Könige Jojakim zerschnitten und in's Feuer geworfen wurden. Jer. 36. Wie man jüdischerseitö trotz alles Redens von Toleranz und Humanität gegen diese Schriften und gegen diejenigen Personen, von denen sie ausgehen und von denen sie verbreitet werden, noch heute gesinnt ist, kann man in den jüdischen Blättern häufig genug lesen. Wir wollen beispielshalber hier nur einige Sätze aus einem langen Artikel in Nr. 31, 32 und 33 des „ Israelit" von 1867 anführen, der von einem Juden geschrieben ist, der in genanntem Jahre in Paris zur Weltausstellung gewesen war und dort auch eine solche Schrift von einem „ sehr geschwätzigen Führer “, der sich bald

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.