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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 3-4 (1868) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
3-4 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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43 nein „in der Hand ihres Herrn," zu Preis und Schmuck auf dem Haupte des ewigen Königs Jesu Christi. Und dieser Beruf „Jesum Christum unsere Gerechtigkeit" auf Zion zu verkündigen, verbürgt dem Jerusalem-Verein einen Erfolg. Man sagt, die griechische Kirche und die römische entwickeln in Jerusalem einen die unsere weit überragenden Aufwand an Mitteln und Macht. Und doch — die griechische Kirche mit ihrem Pomp und Glanz, ihrem jüdischen Gesetzes- und Ceremonien-Wesen sucht aus den Trümmern Jerusalems die alte Davids- und Salomons-Herrlichkeit hervor, die der Herr doch in den Staub getreten und die dem, der dort arm und gering gewandelt ist, mehr ein Hohn ist, als eine Ehre. Die römische Kirche mit ihrer Werkgerechtigkeit und gesetzlichen Frömmigkeit in langen Gebeten, Fasten u. dergl. flickt dort an dem zerrissenen Kleid pharisäischen Gesetzesstolzes und richtet in ihrem Heiligen- und Mariendienst den alten Dünkel auf menschliches Verdienst wieder auf, der den einigen Mittler entbehrlich macht, um dessentwillen Jerusalem ein Fluch und ein Sprüchwort geworden ist im Munde der Leute. Nein, aus Gnaden selig durch das Blut Jesu Christi, des einigen Mittlers und Gottessohnes — das soll der Glanz sein, der aus Jerusalem hervorbricht, und ihre Gerechtigkeit soll sein die Gerechtigkeit des Kreuzes, das von Golgatha hineinragt in die Stadt und das allein sie überwinden wird und die verstreuten Kinder Israels überwinden wird. Solcher Predigt Bahn zu machen in der heiligen Stadt und bei uns, ist unsere Pflicht; solcher lauteren evangelischen Sache wird auch der Erfolg nicht fehlen. Wundern wir uns, daß Israels Kinder so wenig Neigung zeigen, sich zum christlichen Glauben zu wenden? Sie überwindet nur das Kreuz! Wenn aber in der Christenheit selbst so viele ihren Glauben hinter sich werfen, um mit jenen ihre Seligkeit auf gleichen Wegen zu suchen, hier im Reform-Christenthum, dort im Reform-Judenthum, hier mit jenen wetteifern in Lauheit und Gleichgültigkeit gegen jedes Bekenntniß, dort mit ihnen zusammenstehn in der „Religion des tugendhaften Mannes:" thue Recht, scheue Niemand, oder endlich, — wenn Christen mit Juden wetteifern im Dienst des Mammon's und des irdischen Gewinnes, — wundert es uns dann, wenn die Arbeit an Israel so wenig Frucht schafft? Sollen sie achten,

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