Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 1-2 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Emeth oder Stimme« -er Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. In Verbindung mit I. G. Lange und I. -e le Roi, herausgegebm von Hartman«. JVi 1. IU Sf 1868. 24. Jahrgang. Silvester. (31. December.) Vom Papst Silvester giebt es einige gedankenvolle alte Legenden, durch welche die eigenthümliche Bezeichnung des 31. December, des letzten Tages im Jahre, mit seinem Namen erklärt wird. Sein Zeitgenosse ist Constantin der Große, welcher als der erste christliche Römische Kaiser das Christenthum zur Staatsreligion erhoben hat. Die Legenden symbolisiren in Silvester, dem Römischen Bischof, die Macht der christlichen Kirche, wie sie Constantins Unglauben und die Feinde des Glaubens siegreich überwindet. Eusebius, welcher die zeitgenössische Geschichte Kaiser Constantins beschrieben hat, erzählt, daß der Kaiser, der noch immer selbst nicht getauft war, obfchon er lange das Chriftenthum regieren ließ, körperlich leidend geworden sei. In Folge dessen ging er in die Bäder, und da er fühlte sein Ende könnte nahen, meinte er, die Zeit sei gekommen, Buße zu thun, „glaubend, daß, was er menschlich gesündigt habe, durch Kraft des heiligen Mysteriums und der seligmachenden Taufe gänzlich könnte aufgehoben werden." In Folge dessen wurde er getauft und „vertauschte den Purpur mit dem weißen Taufgewande." 1