Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 11-12 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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- Nach der Vernichtung der drei Weltreiche steht ein viertes inAuSsicht; Sacharjahs Weissagung begegnet sich auch hierin mit der anderer Propheten. Der Hirt dieses vierten Reichs ist das gerade Gegentheil des Hirten, welchen Israel verworfen hat, wie sein Reich denjenigen Zustand der Menschheit bezeichnet, in welchem derselbe nur dem Ber- „ derben preisgegeben ist. Das römische Reich ist dieses vierte und letzte; alle Weltreiche der Neuzeit werden von der Weissagung mit der römischen Monarchie zusammengefaßt; denn sie sind nur eine Fortsetzung desselben und die Cäsaren Roms vereinigen in ihrer Gesammtheit schonalle die Züge, welche nur in der Person des letzten Hirten gesammelt werden dürfen, um das Bild, welches Sacharjah gezeichnet hat, auch wirklich in die Erscheinung treten zu lassen. Auffällig genug ist die Gegenüberstellung des Hirten, welchen Jehovah sendet und des thörichten Hirten; das Neue Testament deutet uns dieses Räthsel. Nennt es den Hirten, welcher von Israel verworfen wird, nämlich Jesum Christum, so nennt es auch den andern, nämlich den Antichrist. Wenn er auf die Erde kommt, denn sie und nicht das Land Canaan nur ist gemeint, dann wehe den Bewohnern derselben. Gleich in Gewissenlosigkeit allen früheren schlechten Hirten, übertrifft er sie doch darin noch, daß er selbst seinen Schafen die Klauen zerbricht. Er beraubt sie mithin sogar der Mittel sich ihre Nahrung zu suchen; nicht hat er daran genug nach Lust sie zu verzehren, sondern er geht planmäßig auf ihr Verderben aus. Vom Widerchrist verkündigt solches das Neue Testament voraus; denn es heißt, er werde verbieten denen etwas zu verkaufen, welche nicht sein Zeichen an sich tragen. Was nicht für ihn lebt, soll überhaupt nicht das Recht der Existenz haben, dem werden die Klauen zerbrochen. Damit nimmt dieser Hirt eine Stellung ein, in welcher er sich zum Gegenspiel Gottes macht, der sich selbst zum Mittelpunkt im Leben aller Menschen gesetzt hat. Auf furchtbare Weise drängt er sich in die Stelle ein, welche nur Gott gegenüber den Menschen einnehmen will. Aber das Letzte ist doch das Wehe, welches über ihn kommt. Ein Schwert geht aus und trifft seinen Arm. Das Reue Testament bestimmt auch dies genauer, wenn es sagt, daß aus dem Munde des wie-