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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 17

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Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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177 fanden, weil sie auf die Gerichte Hinweisen konnten, welche über alle vorhergehenden Reiche gekommen waren. Gottes Wort, auch in solchen Zeiten, wo keine neuen Propheten aufstehen, ein bleibendes und beständiges Prophetenthum, erkannte Israel in den Geschicken der Völker wirksam, aber seine Erkenntniß war trotzdem eine krankhafte. Gerade da nun der Prophet, der Hirt vor Israel tritt, welcher es in den selbst erfahrenen Thatsachen der Geschichte auf die Erfüllung des Wortes Jehovahs Hinweisen kann, wird er schnöde verachtet. In der Weissagung deöSacharjah sehen wir, wie derHirt selbst und das Wort Jehovahs, wie das Achten auf Gott und auf die Botschaft seines Hirten einander gleich gesetzt werden. Die Macht des lebendigen Gottes erweist sich eben durch beide. Daher kann auch bald vom Hirten, dem Propheten und bald mit gleicher Geltung vom prophetischen Wort geredet werden. Wie sich Israel zum Propheten selbst stellt, so auch zu dem ihm gegebenen Wort, wie zu seinem Wort, so zur Person des Propheten. Die göttliche Autorität gibt beiden ihre Bedeutung. Eben daher mag eine Zeit lang immerhin diePerson eines Propheten in Israel fehlen. Die Propheten leben doch durch ihr Wort weiter. Daher kann die Weissagung des Sacharjah es so darftellen, als ob überall der Hirt selbst wirke; in der Person offenbart sich ja die Macht des Lebens viel augenscheinlicher. Von dem Propheten nimmt überdem auch das Wort, welches nachher seststeht, seinen Ausgang, es hat einen persönlichen Quell. Und noch mehr: Dem Wort ist eben so ein persönliches Ziel gesetzt. Ein Hirt soll in Israel erscheinen, welcher der eigentliche Hirt ist, ein Hirt, dessen Vorläufer nur die früheren Hirten gewesen sind. Dieser Hirt ist eins mit allen ftüheren, dieser Hirt ist es, dessen Kommen die ftüheren nur anbahnten. Solche Einheit des ganzen Prophetenthums will die Weissagung des Sacharja festgehalten wissen, solche Einheit verpflichtet Israel am höchsten. Israel kann nicht den einen Propheten annehmen und den andern verwerfen, es steht vielmehr ihnen gegenüber wie den Worten des Gesetzes, von denen es heißt, daß wer nicht alle Gebote hält, verflucht ist, und daß, wer an einem sündigt, das ganze Gesetz Übertritt. 12

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