Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 7-8 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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117 Abrahams in der That zu dem wahren Samen durch den Glauben an Christum Jesum gezählt werden wird, und daß sie willig sein werden ein Zeugniß für den Werth dieser Gesellschaft darzubringen, und daß ihr Werk nicht vergeblich ist, weder in London noch sonst auf der Erde, wo überall ihre Arbeit ja so reichlich geschieht. Den Schluß unter den Rednern machte Rev. Cohen. Derselbe bezog sich gleichfalls auf Einiges zurück, was von Anderen vor ihm gesprochen war. Besonders kam er noch einmal auf Jerusalem zu reden, welches er vor 4 Jahren besucht hatte. Seine Mitlheilungen brachten manches Neue. Im Laufe der Rebe wendete er sich mit folgenden Worten an die Versammlung: „Ich erinnere an den guten Nr. Nieholayson, der vor einigen Jahren aus Jerusalem an das Comits schrieb und erwähnte, daß er eingeladen worden wäre in die Omars- Moschee einzutreten, wenn er sich als Muselmann verkleiden wollte. Seine Antwort lautete: Ich werde mich niemals als Muselmann verkleiden, um so weniger zu solch einem Vorhaben, aber ich hoffe die Zeit wird kommen, wo ich werde im Stande sein als evangelischer Geistlicher in die Moschee einzutreten und in ihren Mauern das Evangelium zu predigen." Ich erinnere an das herzliche Lachen, welches diesem Ausdruck der Gefühle des trefflichen Mannes folgte. Ich habe nicht die Gelegenheit gehabt in der Omars-Moschee das Evangelium zu predigen, aber ich bin durch das ganze Gebäude gegangen, über und unter der Erde, und zwar in der Tracht eines englischen Geistlichen. Sie mögen meine Gefühle als englischer Geistlicher und christlicher Israelit in diesen Umgebungen errathen. Manches ist bei der kirchlichen Missions-Versammlung über den Zerfall des MuhamedaniSmus gesagt worden, ich habe einen Beweis dafür. Wir waren in der Moschee El-Aksa, einem der geheiligsten Plätze in der Welt für die Muhamedaner. Dr. Chaplin begleitete uns. Der Scheck der Moschee, welcher unser Führer war, glich einem dickleibigen Aufseher des Tower von London in so hohem Grade, wie man es sich überhaupt nur vorstellen kann. Er war gerade solch ein Mann, wie man es von einem erwartet, der uns den Tower von London zeigt. Während ich das Gebäude prüfend durchwanderte, wurde ich durch den Ausbruch eines heftigen Gelächters dieses Mannes zurückgehaltcn.