Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 5-6 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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93 würde unbemerkt das Eigenthum der christlichen Jugend. — Sie haben in Ihren „Stimmen der Wahrheit" wiederholentlich erklärt, daß Sie gar Nichts dagegen einzuwenden haben, wenn die Juden sich als Missionsvolk betrachtend, auch ihre Mission auszurichten suchen. Ich stimme dieser Ansicht unbedenklich bei; nur meine ich, wollen wir nicht so weit gehen, die jüdischen Lehrer selbst anzustellen, zu besolden und ihnen unsere Schulen einzuräumen; sondern die Juden mögen für diesen Zweck Schulen errichten, und die Christen dann auffordern, ihre Kinder in diese jüdischen Schulen zu senden, damit sie von den „religionsbegeisterten" jüdischen Lehrern in der jüdischen Lehre nach jüdischem Geiste unterwiesen werden. — So Gott will, ein anderes Mal mehr; für diesmal genehmigen Sie u. s. w. — e— im Februar 1867. Lesesrüchte. Unter dem Titel: „Adventsklänge aus alter Zeit" — sind bereits im Jahre 1856 „Sieben Adventsbetrachtungen über alttestamentliche Texte von E. Steffann, Pastor zu St. Bartholomäi" in „Berlin, Verlag von Wilhelm Schultze, Scharrenstraße 11" erschienen. Wir können es uns nicht versagen, aus diesen ernsten und doch so lieblichen Zeugnissen hier einige Stellen mitzutheilen, und zwar zunächst aus der zweiten Betrachtung, die den Text 1. Mos. 49,10 unter der Ueberschrift: „Schilo" behandelt. Es heißt Seite 24 ff.r „Es wird das Scepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein Meister von seinen Füßen, bis daß der Held komme." Das Scepter ist das Jnsigne der Herrschaft. Meister heißt auch so viel als Lehrer und Gesetzgeber. Von seinen Füßen oder aus mitten seiner Füße ist ein Bild dafür, daß bis zu der Zeit, wo der Held kommt, Juda Gesetzgeber und Lehrer haben wird, wo er geht und steht. Die Zeit, wann der Herr kommen wird, bestimmt dieses Wort. Nicht eher wird von Juda die Herrschaft weichen, noch das Amt der heiligen Gesetzgebung aus seiner Mitte, bis daß d er Juda gekommen,