Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 3-4 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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und hat viel Verkehr und religiöse Gespräche mit den sonst so fanatischen Muhamedanern, den Samaritanern und den griechischen Christen des Orts. — Der liebe Br. Gruhler, der eine Reihe von Jahren hindurch treulich in Ramleh gewirkt hatte, wurde dies Frühjahr zum Prediger geweiht und ist nun in Jaffa stationirt, wo er Gottesdienste in deutscher, englischer und arabischer Sprache zu halten haben wird, besonders aber als Evangelist für Juden, Muhamedaner und Christen wirken soll; er wird auch die Arbeit eines bekehrten Türken, den mir die Bibelgesellschaft als Colporteur anzustellen erlaubt hat, und die eines gelehrten jungen Proselyten, den ich als Misstonar zu den Juden gesandt habe, beaufsichtigen. — Katechist B ehnam, früher in Bagdad, wird nach Salt, jenseits des Jordans, gehen, und sich bemühen, die wilden Araber dort zu evangelistren. Mein Evangelist Carabet besucht noch immer von Zeit zu Zeit die Gemeinden in Nord-Syrien und Mesopotamien, und aus ihrer Correspondenz mit mir schließe ich, daß das Werk gut vorangeht, außer in Diarbekir, wo doch vor einigen Jahren viel zu hoffen schien. C arabets besondere Aufgabe, für welche er am besten befähigt scheint, ist die, das Evangelium den Muhamedanern zu verkündigen, unter denen er auch wirklichen Erfolg gehabt hat. Auch ist es ihm angelegen, durch die Vermittlung von Bischöfen und andern einflußreichen Männern seiner Nation eine Reformation in der armenischen Kirche anzuregen, und auch hierin sind seine Bemühungen nicht umsonst gewesen. Ein armenischer Bischof hat unlängst in seiner Diöcese seine Abneigung gegen alle Jrrthümer seiner Kirche öffentlich bekannt und ein Erzbischof, der vor mehreren Jahren mit Carabet zusammen kam und damals ein englisches Gebetbuch erhalten hatte, schrieb mir kürzlich, daß er dasselbe mit dem Worte Gottes verglichen und erkannt habe, daß es reine Lehre enthalte, und daß er nun begehre, sich unserer Kirche anzuschließen. Da er aber ein begüterter und einflußreicher Mann ist, habe ich ihm gerathen, so lange es ihm möglich sei, in seiner Kirche und seiner jetzigen Stellung zu verharren, das Evangelium treu zu predigen und mit der Hülfe der ihm gleichgesinnten Bischöfe seine Kirche nach dem Muster der ersten apostolischen Gemeinde so viel wie möglich umzugestalten. Es wäre nicht rathsam, gegenwärtig mehr darüber zu sprechen. Und nun, Geliebte, empfehle ich alle diese Misstonswerke Eurer Theilnahme, Euren Gebeten und Eurer ferneren Hülse! Ich bekenne, daß sie in großer Schwachheit getrieben werden und daß viele Unvollkommenheiten ihnen ankleben, doch sind sie alle im Blick auf den Herrn und im Vertrauen auf Seine Gnade begonnen worden, mit dem aufrichtigen Verlangen, daß Kinder und Erwachsene zu Ihm gebracht werden mögen und Sein Name sich verherrliche. Indem ich Euch nochmals innigst danke für alle Eure Liebesgaben, möchte ich Euch unsere Armen, unsere Anstalten, namentlich auch mein Waisenhaus