Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 3-4 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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34 1 kcit der Sache" sich höchlich über seinen Fund freut, beginnt seine Mittheilung mit diesen einleitenden Worten: „Es ist in der That erfreulich, daß sich in der jüngsten Zeit eine richtigere Auffassung und Würdigung der socialen Prinzipien des Mosaismus auch in der allgemeinen Welt immer mehr Bahn bricht. Früher, und allzu häufig noch jetzt berufen sich die Reaktionären auf die heilige Schrift, um verrottete politische Ansichten als von ihr sanktionirt auszugeben, während unsere heilige Schrift weit davon entfernt ist solche auszusprechen oder nur zu begünstigen. Es beruht dies lediglich auf der falschesten Interpretation und Auffassung. Die Radikalen nun bleiben gern bei dieser veralteten Auslegung der Bibel stehen, um gegen diese ein um so leichteres Spiel zu haben. Es ist daher von größter Wichtigkeit, nach beiden Seiten hin die unserer heiligen Schrift imputirten falschen Maximen zu beseitigen, und der Wahrheit ihr Recht zu verschaffen." Dann werden aus der Mittelrheinischen Zeitung folgende Stellen angeführt: „ „Nach der Bibel sendete Gott seinen Diener Moses, um das unterdrückte Volk Israel aus der Sclaverei Egyptens zu befreien. Der absolute Pharao widersetzt sich mit aller Gewalt der Forderung Gottes und findet seinen Untergang im rothen Meere. Dem befreiten Volke läßt nun Gott verkünden, daß Er selbst der Herr und König dieses Volkes sein und einen Bund mit demselben schließen wolle. Darauf führte Moses das Volk an den Berg Sinai, und Gott verkündete unter Donner und Blitz von der Spitze des Horeb Sein Grundgesetz, und Moses, der Diener des Herrn, fragte das Volk: „ „Wollet ihr dieses Gesetz Gottes annehmen und halten?"" — und alles Volk antwortete: „„Alles, was-der Herr verkündet hat, wollen wir halten." " Wir möchten wohl wissen, in welcher Bibel oder sonstigen Urkunde die mit Anführungszeichen versehene Frage Moses an das Volk zu finden ist? — Weiter heißt es in dem Artikel: „„Und nun ließ Gott dem Volke verkünden, daß durch die Annahme Seines Gesetzes ein ewiger Bund zwischen Ihm und dem Volke gestiftet sei, Gott verspricht, stets Seinen Schwur zu halten, und fordert vom Volke, daß es ebenfalls dem beschworenen Bunde treu bleiben müffe. Gott ließ nun dieses Grundgesetz in zwei steinerne Tafeln eingraben, und das