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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 1-2 (1867) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
1-2 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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24 alle Begebenheiten der äußern Welt ausgeschlossen sind, plötzlich durch das Zelt: „Bitte, Stern, werfen Sie mir den Tabacksbeutel zu;" und er möchte hinzugefügt haben, auch einen Stern, oder den zunehmenden Mond, um die Pfeife anzuzünden, denn das Eine würde für mich ebenso unmöglich gewesen sein wie das Andere. Samuel kam nach ungefähr einer halben Stunde von einem Galla-Sklaven begleitet, der mit einem furchtbaren Trinkhorn, mit starkem Arack gefüllt, belastet war, in unser Zelt gestolpert. Er hatte sich, nach vorhergegangenen Mühen, augenscheinlich mit einigen Berrilles oder Flaschen alten Meths gestärkt, und noch einige Glas von dem feurigen Geiste reizten seine Schwatzhaftigkeit nun wunderbar an. Nur der Verlorne in der Hölle hätte in diesem Augenblicke dem schrecklichen Anblicke gleichen können, den jetzt unser Gefängniß darbot. Da liegen, von einer Bande Wilder bewacht und wie ungezähmte wilde Thiere gefesselt, eine Anzahl von weißen Gefangenen in einem zerfetzten Zelte zusammen gedrängt, in deren verzagte und traurige Blicke Sorge und Leiden, Unruhe und Kummer ihre unauslöschlichen Züge gedrückt haben. Im Mittelpunkte ihrer zerbrechlichen Behausung kauern einige zerlumpte Wilde um eine flackernde wankende Fackel mit aufgerissenen Augen, die sie auf die Thätigkeit eines Galla-Burschen mit glattem Gesichte richten, der aus einem ungeheueren Horne eine stark riechende Flüssigkeit ausgießt. Eine grinsende Gestalt mit umgürteten Leibe nimmt den Becher und überreicht ihn den Verbrechern, welche das starke Getränk in feierlicher Hofsitte hinunter schlucken. Das ist ein schwaches, und in der That nur ein schwaches Bild von unserer damaligen Lage. Da ich mich nicht bewegen konnte, so reichte mir Samuel mit großer Zärtlichkeit den Becher an meine fiebernde Lippen und sagte in theilnehmendem Tone: „Trinken Sie, wenn auch nur einige Tropfen, um dem Könige Ihre Achtung zu bezeigen." Mit Striemen, Beulen und Wunden bedeckt, wußte ich nicht, wie ich liegen oder sitzen sollte, ohne die größten Qualen zu empfinden. Irgend Jemand schlug vor, daß wir Opium nehmen sollten, um so die Grausamkeit des Tyrannen zu vereiteln und unserm Elende ein Ende zu machen. Mein schwindelndes und wirbelndes Gehirn ergriff diese Zuflüsterung mit Lebhaftigkeit, und wären meine Hände fähig

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