Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 9-10 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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dem gegenwärtigen Zustande der Völker der Welt, der keinesweges von dem vom Herrn vorher verkündigten als eines Zustandes des Bangens und Zagens entfernt zu sein scheint, und unter den Umständen des weit verbreiteten Eindrucks, daß eine große Krisis herannaht, es uns geziemt in Verfolgung des großen Zweckes, unserer Gesellschaft fleißiger als je zu sein, indem wir besonders die ermuthigende Aussicht des Werkes unserer Mission im Allgemeinen Mehr in Erwägung ziehen." Herr Birks sagte: My Lord und christliche Freunde! Diese Resolution bietet uns ein großes und höchst wichtiges Feld des Nachdenkens dar in Verbindung mit dem Wirken dieser großen Gesellschaft. Sie erinnert uns daran, daß wir in einer höchst erfolgreichen Zeit leben — in einer Zeit politischer Veränderung, und in einer Zeit socialer und politischer Ungewißheit und Furcht. Eben in diesem Augenblicke ereignen sich drei oder vier Dinge in der Welt um uns herum, welche in ihrer Beziehung auf die Zukunft von der ersten Größe sind. Das Eine ist Euch schon in der Versammlung der kirchlichen Missionsgesellschaft vor Augen gestellt worden, und es scheint endlich nach fünfzigjähriger Missionsthätigkeit, als ob der große moralische Eisberg, welcher tausende von Jahren unter einer tropischen Sonne gelegen hat, den aber die natürliche Sonne nicht wegschmelzen konnte, unter dem mächtigeren Einflüsse der Sonne der Gerechtigkeit zerschmelze, und daß die Masse des Hinduismus dem moralischen und geistigen Einflüsse des Evangeliums Christi weiche. Indem wir uns nun näher der Heimath zuwenden, so treffen wir auf zwei Quellen der Erwartung und Sorge. Es giebt Leute, welche zu der Voraussetzung bewegen möchten, daß die weltliche Macht des Papstes, welche länger als tausend Jahr gedauert hat, durch die Entfernung der französischen Truppen aus Rom, möglicherweise in diesem Jahre noch ihr Ende erreiche — eine große Aera in der moralischen und geistlichen Geschichte der Welt, wenn das eintreten sollte! Wiederum scheinen zwei der ersten Mächte auf dem europäischen Continente bereit zu sein, die Kriegsfurie loszulassen, und Politiker und Staatsmänner zittern in Ungewißheit und bedienen sich der Sprache des Propheten, wenn auch in einem verschiedenen Sinne: „Was wird das Ende dieser Dinge sein?" Die vereinigten 10