Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 9-10 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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achtung -er talmudischen Vorschriften geschlachtet ist. Run steht aber in dem Briefe des Bischof nicht nur kein Wort, daß er Fleisch ausgetheilt habe, sondern er sagt sogar, daß selbst die Consule an jüdische Armen kein Fleisch verabreichten, weil diese bei ihren Eigenthümlichkeiten keinen Gebrauch von dieser Gabe hätten machen können, sondern nur Mehl und etwas Geld. — Eben so falsches Zeugniß legt „der Israelit" ab indem er schreibt: „Der Herr Bischof sagt wörtlich:" „Ich muß Ihnen noch bemerken" u. s. w., was doch keinesweges in dem Briefe des Bischofs so steht, wie nach dem Obigen schon das Barmer Missionöblatt hervorgehoben hat. „Der Israeli!" ist aber damit nicht zufrieden, daß er die Worte des Bischofs entstellt, sondern diese schon entstellten Worte muß er noch weiter entstellen, um ein neues falsches Zeugniß heraus zu bringen. Erst läßt er selbst den Bischof ,,wörtlich" sagen, „daß die Theurung . . . Vielen das Herz erweicht und dem Evangelium zugänglich gemacht hat; dann wirft er imgraden Widerspruch dem Bischof vor: „er rühme sich, daß Er die Herzen dem Evangelium zugänglich gemacht habe?" Run wir meinen, wer Augen hat und sehen will, kann und muß sehen, ob. „der Jsraelit" wahres oder falsches Zeugniß ablegt. — Eine Entschuldigung für dies falsche Zeugniß oder eine Rechtfertigung desselben hat „der Israelit" nicht gegeben; sondern er fügt, wie wir oben schon sagten, in 6 Bemerkungen zu den alten Entstellungen nur neue hinzu. Wir wollen hier nur die letzte dieser Bemerkungen erwähnen. Nach „dem Israelit" sagt das Barmer Missionöblatt: „Warum berichtet Bischof Dr. Gobat nicht von jenen 2000 Juden, die drei Monate lang jammernd und wehklagend täglich vor seine Thür kamen und Nahrung und Kleidung begehrten, daß er ihnen die Taufe als sicherstes Mittel der Rettung aus ihrer Bedrängniß gerathen, oder gar, daß er die Mehrzahl von ihnen wirklich getauft habe? Hätte er nicht, wenn er nach den rabbinischen Verdächtigungen gehandelt, leichten Kaufes große Massen zum Uebertritt bewegen können? Aber er hat es nicht gethan. Er berichtet in keuschem Wahrheitsstnne nur von 8 erwachsenen Israeliten, welche im Laufe des Jahres 1865 in Jerusalem nach gründlichem Unterricht und wohl bestandener Prüsung die heilige Taufe empfangen haben und durch ihren Wandel