Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 7-8 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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Lebt wohl unterdessen. Wir und unser Kind sind ganz wohl. Wir grüßen Euch und alle christlichen Freunde herzlich. Meine Frau fügt ein paar Zeilen bei. Die Gnade des Herrn Jesu Christi sei mit Euch Allen. H. Rosenthal. 7 Frau Rosenthal an ihre Mutter und Schwestern. Im April 1865. (Erhalten den 6. Juli 4865.) Meine theure Mutter und Schwestern. Ihr könnt Euch kaum denken wie froh ich bin, daß ich noch einmal an Euch schreiben und Euch versichern kann, daß wir wohl sind, und ich hoffe und flehe, daß das auch bei Euch Allen der Fall ist. Ich hoffe, daß Ihr Euch nicht betrüben, sondern den Herrn vielmehr für seine Fürsorge für uns preisen werdet,, wenn Ihr von unfern Leiden leset. Die Verheißungen des Herrn können niemals trügen, und daher glauben wir, daß er unö zu seiner Zeit befreien und wieder mit einander vereinigen wird. Unsere Trübsale sind in der That sehr groß gewesen, aber Christus war unser Freund, der treuer ist als ein Bruder. Es ist ein Trost, zu wissen, daß Gott seine Kinder mit Liebe züchtiget, und daß die Leiden der Zeit nicht mit der Größe der künftigen Herrlichkeit verglichen werden können. Die traurigen Umstände, in die wir versetzt wurden, sind dem kleinen Henry sehr nachtheilig gewesen; aber Gott sei Dank, jetzt ist er wohl und fängt an zu laufen und zu sprechen. Mich verlangt sehr zu erfahren, ob der theure Vater noch lebt. Herzliche Grüße an Euch und alle christlichen Freunde. Eure Euch herzlich liebende Ellen Rosenthal. In Commission: Carl Dülfer's Buchhandlung in Breslau. Druck von C. H. Storch und Comp, in Breslau.