Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 7-8 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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111 migkeit und die große Erfahrung dieser ergebenen Männer wieder haben wird. Ich hoffe, daß im Verlaufe der Reden an diesem Tage Nichts in Bezug auf jenen großen aftikanischen Machthaber, den Kaiser von Abysstnien, gesagt werden wird. Ein übereiltes Wort, das unvorsichtiger Weise gesprochen wurde, war, wie ich glaube, die Ursache all der Leiden, welche darauf die Missionare getroffen haben, und darum hoffe ich, daß jetzt Nichts über diesen Gegenstand gesagt werden wird. So fremd es scheinen mag, so zeigt es doch von dem, was man die wachsende Civilisation der Welt nennt, daß der entfernte Kaiser von Abysstnien ebenso viel Agenten in diesem Lande hat, um Nachrichten zu sammeln und abzusenden, wie der Kaiser von Oesterreich, oder der Kaiser von Rußland, daher denn unsere Sprache besonnen und unsere Worte vorsichtig und wenig sein sollten. Ich wünsche Ihnen Glück, und ich wünsche dem Lande und der Welt Glück zu der wichtigen Stellung, welche diese Gesellschaft einnimmt. Wie steht diese Gesellschaft in der Mitte wachsender Kätzereien und Gräuel zur Rechten und zur Linken! Wie steht diese Gesellschaft nicht blos als das große Gewahrsam, sondern auch als der große Prediger und Bekenner der einfachen, reinen, unverfälschten evangelischen Wahrheit da! O! Gott sei Dank, kein Ritualist würde bei dieser Gesellschaft ein offnes Ohr finden, weil diese Gesellschaft sowohl mit ihren Handlungen als auch mit ihren Worten die Wahrheit predigt, daß der Ritualismus selbst dann nicht, als er in voller Kraft war, das Leben, die Reinheit und das wahre Wesen der jüdischen Kirche erhalten konnte. Und kann ein Neologe seinen Weg in das Vertrauen dieser Gesellschaft finden unter uns, die wir unfern Standpunkt auf der vollen Inspiration der heiligen Schrift nehmen? unter uns, die wir unfern Standpunkt auf der erfüllten und unerfüllten Weissagung nehmen? Das ist die große Sache, welche wir heute festhalten und predigen. Unsere Gegner, überwältigt und überzeugt, obschon sie das nicht zugeben wollen, und stutzig gemacht durch die Beweise der. erfüllten Weissagung, welche vor ihren Augen liegt, werden zu dem erbärmlichen Behelf getrieben, daß sie versuchen, die erfüllte Weissagung durch die Behauptung zu erklären entweder daß die Weissagung die Aussage irgend eines falschen Propheten sei, welcher sie niedergeschrieben