Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 5-6 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554749-2554753--04523-2560454- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
82 Sonntags zu mir in die Bibelstunde. Debtera Beru zeigt stch überall als ein scheinend Licht mitten unter einem verkehrten und sündigen Geschlecht. Möge der Herr ihn in seiner Gnade ermatten, und ihn reichlich mit seinem heiligen Geiste salben, damit er ein Zeuge Seiner großen Liebe und Gnade sei. Vor Kurzem habe ich drei Tractate in das Amharische übersetzt; alle meine Uebersetzungen waren im letzten Jahre mit anderen Dingen verloren gegangen. Da der Bote, der diese Zeilen mitnimmt, ein Schnellbote ist, so kann ich sie jetzt nicht mitschicken, werde sie aber mit der nächsten Gelegenheit senden. Wenn die gegenwärtige Krisis vorüber ist, so werden ohne Zweifel bessere Zeiten für das Evangelium in diesem Lande eintreten; und sollten wir sie nicht erleben, so werden diese meine Arbeiten unfern Nachfolgern ohne Zweifel von Nutzen sein. Herr Stern, wie auch Herr Rosenthal mit Frau und Kind sind wohl, auch ich erfreue mich, Gott sei Dank, mit meiner Familie einer guten Gesundheit. Indem wir uns der Fürbitte Ihrer selbst und aller christlichen Freunde befehlen, überzeugt, daß Gott die Wünsche derer, die Ihn fürchten, erfüllen wird, verbleibe ich in aufrichtiger Liebe Ihr gehorsamer Diener I. M. Flad. 3. Herr Prediger Stern an Herrn Flad. Ohne Datum. (Erhalten am A. März 1855.) Theurer Bruder! Ihre letzten Zeilen gaben uns einige Hoffnung, daß unsere Leiden vielleicht in einigen Monaten ein Ende erreichen würden; allein diese Hoffnung ist wieder verschwunden. Der General- Consul wird ohne Zweifel einen freundlichen Brief zurücksenden. Gott kann uns Alle erretten, und wer weiß, ob die Zeit nicht näher ist, als wir meinen. Wir wollen nur alle ernstlich und fleißig beten, und der Herr wird die Seinen nicht verlassen. Dank allen Brüdern in Gaffat für ihre Bemühungen, uns frei zu machen.