Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 5-6 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Pibre Emeth oder Stimme« -er Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. In Verbindung mit Dr. Biesenthal und I. G. Lange, herausgegeben von B. C. Hartman«. Jfs. 5. II. G* 1866. SS Bahrgang. (Schluß zu Nr. 3 und 4.) War das israelitische Königthum eine heidnische oder göttliche Institution? Ich kann nicht umhin, bei dieser Gelegenheit an ein früheres Gebahren Philippson's in seiner Judenzeitung (Jahrgang 1861, Nr. 50) zu erinnern, das dem eben besprochenem analog ist. In einem Leitartikel unter der Ueberschrist: das Königthum „von Gottes Gnaden" — setzt er auseinander, daß dasselbe nicht jüdischen, sondern heidnischen Ursprungs, und daß es von heidnischen Völkern zu den Juden übergegangen sei. Er beruft stch auf 5. Mos. 17,14 und 15, wo es heißt: „Wenn du kommst in das Land, das der Ewige dein Gott dir giebt, und nimmst es ein und wohnest darin, und du sprichst: Ich will über mich einen König setzen, wie all die Völker, die rings um mich (sind); so setze einen König über dich, den der Ewige dein Gott erwählen wird" — und meint, „das Moses eine republikanische Verfassung unter dem jeweiligen Hohenpriester, oder einem zeitweiligen Schofet (Richter) einsetzte und die Monarchie nur als eine Eventualität, welche die Israeliten nach dem Beispiele der umwohnenden Völker annehmen könnten, zugestand." Als Beweis, daß seine Auffassung die richtige sei und nicht die entgegengesetzte der jüdischen Tradition, 5