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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 3-4 (1866) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
3-4 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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57 jährigen Zerstreuung irgend welchem Volke die Erkenntniß des wahren Gottes gebracht, welches Volk und welches Geschlecht ist denn durch Israel in der Zerstreuung bekehrt worden? Als die Juden nach der Vertreibung aus ihrem Lande in christliche Länder kamen, kannten die Christen schon längst durch die Verkündigung des Evangeliums den Gott Israels, und heidnische Völker, unter denen nach den neuesten Entdeckungen von jeher Juden wohnten und noch wohnen, sind Götzendiener geblieben und werden jetzt nur durch die Predigt deS Evangeliums bekehrt. Berufst du dich aber darauf, lieber Freund, daß die Christen das Erkenntniß des wahren Gottes von den Juden überkommen haben, so hast du Recht darin, denn das Heil kommt von den Inden, und Jesus Christus, der das Heil verkündigt und gebracht hat, war ein Jude. Aber die Erkenntniß und das Heil kam nicht von den Juden in der Zerstreuung, die Sendboten, welche die Botschaft des Heils überall predigten, waren Diener Jesu Christi, des Heilandes aller Menschen, durch den Millionen Heiden von der Finsterniß zum Licht, vom satanischen Götzendienst zum lebendigen Gott geführt wurden. Diese Auseinandersetzungen, lieber Sohn Abrahams, sind bekannte Wahrheiten, die kein aufrichtiger Jude bestreiten wird, aber was kümmern sich die jetzigen Wortführer in Israel um Wahrheit, Weissagung und Offenbarung, sie mißbrauchen die Bibel wie einst die Pharisäer, nur daß sie statt des pharisäischen Aberglaubens Unglauben als jüdische Lehren proklamiren. Dies ist in diesen Blättern wiederholt nachgewiesen worden, doch will ich hier einige Pröbchen neueren Datums anführen, die zwar nur indirekt das religiöse Gebiet berühren, aber dennoch zeigen, wie erfinderisch diese Männer in Entstellung von Thatsachen sind, die in klaren Worten in der Bibel erzählt werden. Die Allgemeine Zeitung des Judenthums, Jahrg. 1865, Nr. 5, theilt einen Correspondenzartikel der Kölnischen Zeitung mit, welcher lautet: „Es dürste bei den jetzigen Zeitverhältnissen nicht überflüssig sein, zu bemerken, daß, wenn die Vertheidiger der göttlichen Macht der Fürsten glauben, sich auf die Worte des Apostels: „Es ist keine Gewalt, ohne von Gott," berufen zu können, dem gegenüber in der Bibel ausdrücklich gelehrt wird, daß auch die Volksvertretung eine von Gott verordnete Macht ist. In

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