Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 3-4 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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50 entwaffnet?, in der furchtbaren Trübsal Muth und Kraft behalten und den Sieg davon tragen wird. ' So sehr alle diese von der Englischen Kirche ausgehenden Arbeiten unsere Theilnahme in Anspruch nehmen, haben für uns und unseren Verein doch die Anstalten und Arbeiten eine viel größere Bedeutung, welche in unserer deutsch-evangelischen Kirche wurzeln und zum größten Theile von unserem Vereine hervorgerufen sind und unterhalten werden. Die seit vielen Jahren so reich gesegnete Thätigkeit unsers deutschen Pastor Valentiner, der jetzt im Begriffe steht, in die Heimath zurückzukehren, wird unter den Händen seines Nachfolgers, eines Sohnes des Herrn General-Superintendenten Hoffmann in Berlin, ihren ungehemmten Fortgang haben. Auch dieDiakonissen- Anstalt, in welcher 5t) Kinder erzogen und im Laufe des Jahres über 400 Kranke — zur Hälfte Muhamedaner — leiblich und geistlich gepflegt wurden, das Hospiz des Johanniter-Ordens, in welchem Fremde gastliche Aufnahme finden, und das von Basel aus gegründete Brüderhaus, erfreuen sich des reichsten Segens. In Bethlehem hat die deutsch-evangelische Gemeinde auf einer gegen die Angriffe der Beduinen befestigten Höhe, von welcher sich ein prachtvoller Blick auf die Fluren öffnet, auf welchen die Hirten in der Christnacht dem Lobgesang der himmlischen Heerschaaren lauschten, Kirchhof, Schul- und Bethaus errichtet, und an der Stätte des ersten Weihnachtsfestes gegen hundert Kindern die himmlische Weihnachtsfreude durch reiche irdische Gaben unter dem hellleuchtenden deutschen Lichterbaum versinnbildlichen können. Auch in der Hafenstadt Jaffa sammelt sich ein kleines evangelisches Häuflein in einem Filial-Krankenhause. Aber auch über die unmittelbare Nähe hinaus bildet die Stadt des großen Königs den Mittelpunkt einer Fülle reich gesegneten deutsch-evangelischen Lebens. Als ein hellleuchtendes Bestätigungssiegel der Wahrheit, daß das Reich Gottes oft gerade durch seine Feinde am mächtigsten gebaut wird, steht Beirut da. Das furchtbare Blutbad unter den syrischen Christen des Libanon im Jahre 1860 war die Veranlassung, daß jetzt dort die durch Kindererziehung und Krankenpflege bedeutendste Diakonissen- Anstalt im Morgenlande unter der Leitung von 15 Kaiserswerther Schwestern, ein großes Krankenhaus des