Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 3-4 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554749-2554752--04474-2560404- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
34 und dann folgte der Bericht, den Herr Prediger von Coelln erstattete und dem er Psalm 48 zu Grunde gelegt hatte. Nachdem nun die Gemeinde wieder drei Verse aus dem eben genannten Missionsliede, und zwar die Verse von 6 bis 8 gesungen hatte, wurde vom Herrn Diakonus Dr. Schian die Predigt über Jeremias 51, 50 gehalten, an die sich der Segen anschloß. Zum Schlüsse des Gottesdienstes wurde der Vers gesungen: König Jesu, streite, siege rc. Die ganze Festfeier machte auf uns einen erhebenden und gesegneten Eindruck und wir zweifeln nicht, daß dies bei sehr Vielen der zahlreichen Versammlung der Fall gewesen sein wird. Möchte er auch ein bleibender sein! ' Auf den Inhalt sowohl des Gebets , wie des Berichts und der Predigt sind wir deswegen nicht weiter eingegangen, weil wir dem Leser nicht vorgreifen wollen. Es ist uns nämlich das Ganze zur Mittheilung in diesen Blättern freundlichst überlassen worden, was denn nun auch im Folgenden geschieht: Gebet. Du ewiger Gott, der Du die Zeiten beschlossen hast unter den Rath Deiner Weisheit und vorgezeichnet Deiner erlöseten Gemeinde die Wege des Kreuzes und der Geduld, die sie gehen soll bis an das Ende der Tage: Dürfen wir schwachen Menschenkinder mit unser» blöden Augen hintreten vor Deinen Gnadenthron und eingreifen durch unser Bitten und Flehen in Deinen unabänderlichen Rathschluß? Und doch, Du gnadenreicher Vater, hast uns die kostbare Verheißung geschenkt, daß Du Alles, was wir bitten im Namen Deines Sohnes Jesu Christ, uns geben wollest. Und Herr, wir bitten ja nicht nach des eigenen Willens Gelüste. Dein festes prophetisches Wort, das wie der helle Morgenstern leuchtet in der Zeiten Dunkel hinein, hat uns das Ziel gewiesen, auf das auch unsre Gebete sich richten sollen. Unser heutiges Fest lenket ja Auge und Blick auf Deine erwählte Tochter Zion, deren Haupt, auch nachdem sie von den Heiden entehrt und geschändet und ihre Schönheit in den Staub getreten ist, doch noch umkränzet ist von dem Diadem Deiner Verheißungen. Dein Zorn ist ergrimmt über die