Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 9-10 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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187 verweilte aber nur kurze Zeit bei der Mission in Abysfinien, und ging dann dazu über, einige Mittheilungen von der Mission in Jerusalem zu machen, wie man von ihm erwartete. Da wir schon öfters in diesem Blatte Mittheilungen über den Stand der Jemsalemer Mission gemacht haben, so wollen wir das, was Herr Barclay darüber erzählt, übergehen, und wollen nur das hier wiedergeben, was er in Betreff der Mission in Abysfinien sagt, und das ist Folgendes : „Ich bin gewiß, daß ich nicht nöthig habe im geringsten in Euch zu dringen, das Mitgefühl für die armen Gefangenen in Abysfinien, das Ihr Alle im gleichen Maße mit mir für sie habt, immer lebendiger in Euch werden zu lassen. Ich will nur erwähnen, daß ein Gerücht nach Jerusalem gebracht wurde, bevor ich diese Stadt verließ, von dem ich auch später in Alexandrien hörte, daß König Theodorus seine Strenge gegen sie in soweit gemildert habe, daß sie von der Einkerkerung unter der Aufsicht der Soldaten befreit und der sichern Obhut der Mönche übergeben worden sind. Mag dies wahr sein oder nicht, das, was unsere Pflicht ist, liegt klar vor uns, nämlich ernste Fürbitte für sie bei Gott einzulegen, und zu sichen, daß der Glaube der armen bekehrten Falaschas während ihrer schweren Prüfung nicht aufhöre, sondern daß derselbe rein und hell erhalten werde und scheinen möge wie ein Licht an einem dunkeln Ort." Herr Prediger Fremantle, ein beliebter Redner, unterstützte die Resolution. Wir wollen aus seiner Rede nur einige Sätze hervorheben. Er sagte: . „Der Punkt in der Resolution, auf welchen ich ersucht worden bin die Aufmerksamkeit der Versammlung zu lenken, ist der Stand unserer Missionsthätigkeit in Abysfinien; und indem ich dies thue, will ich Euch zunächst aufmerksam machen auf die schwere Prüfung, welche es Gott gefallen hat unserer Gesellschaft aufzuerlegen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß in der plötzlichen Wendung unserer Aussichten, Abysfinien zu epangelisiren, eine weise und gnädige Absicht vorwaltet. Vor einigen Monaten waren wir stolz auf die Erfolge in diesem Lande und interessirten uns für den ersten Missionar in demselben, unser« theuern Bruder Stern. Vielleicht waren wir zu stolz, und es hat unserm Herrn und Meister gefallen, uns diese Prüfung aufzulegen,