Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 7-8 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Dies jedoch der einzige Punkt, worin Herr Dr. 8. geirrt hat, ich habe ihn auf noch ein paarUnrichtigkeiten aufmerksam zu machen.'? ' ' ' ' ■ ■■'■ ■ ■ Er weiß mancherlei von leer gebliebenen Plätzen zu berichten, indem diejenigen, für die sie reservirt waren, nicht kamen. Hier muß ich nun zwar bekennen, daß ich Nichts davon weiß, ob wirklich Plätze für besondere Corpörätionen und gewisse Persönlichkeiten, die nicht gekommen, reservirt worden sind oder nicht, das aber weiß ich — ja, und Herr Dr; L. würde diese Wahrheit wohl bestätigt haben, wenn er, als er seinen Tendenz-Bericht niederschrieb, (um seinen Ausdruck zu gebrauchen) „die Hand auf's Herz gelegt " hätte — daß es keine kleine Aufgabe, ja unmöglich war, für alle Anwesende Sitzplätze zu finden — daß mehrere Bänke, die anfänglich leer, weil die Schlüssel dazu verlegt und nicht zu finden waren und ein Schlosser, eben vor Beginn des Gottesdienstes, herbei geholt werden mußte, um die Thüren zu denselben zu öffnen, sich eben fo rasch füllten, als die Thüren sich aufthaten, und daß nichts destoweniger einem großen Theil der Fefttheilnehmer, sowohl aus der höheren, als Mittleren und niederen Claffe, keine Plätze angewiesen werden konnten und sie während des ganzen Gottesdienstes stehen mußten. Ich selbst habe mehrere gesprochen, denen es beschieden war, wegen Mangel an Sitzplätzen während der ganzen Zeit zu stehen, und unter diesen befand sich auch Frl. F., eine bekehrte Israelitin, der sicherlich ein Sitzplatz angewiesen worden sein würde, wenn irgend ein solcher zu finden'gewesen. Herrn Prediger Reichardt aus London hält der Herr Doktor für einen zur christlichen Kirche übergetretenen Sohn Abraham's, der „wohl über 30 Jahre" sein „altes Ww pOW IHöre, Israel — V, Mos. 6, 4 — als sein jüdisches Glaubensbekenntnißj gesprochen" hat, und meint, daß er die „ im Verlauf seiner Rede" aufgeworfene Frage: „Wie, wenn die Juden aber sagen: Ihr verlangt, daß wir euren Glauben annehmen, glaubt ihr denn euren Glauben?" — hätte er „die Hand auf's Herz gelegt" und sich noch einmal desselben erinnert, — nicht mit „Ja", sondern mit „Rein, dreimal Nein" beantwortet haben würde. . Etwas Befremdliches hat es, den Herrn Doktor— obwohl er im Stande ist, die Namen von vier Geistlichen, die am Festgottesdienst Theil genommen haben, aufzuzählen — sagen zu hören: „ein fünfter,