Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 21 (1865)
- Issue
- 5-6 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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für einen Dieb gehalten und von demselben erschossen worden sein. Das Gericht hat den Mann des fahrlässigen Todtschlags schuldig gefunden und ihn zu zwei Jahr Zuchthaus verürtheilt." Dem wird hinzugefügt: „Wer aber Indien kennt, spricht es offen aus: Aus Versehen schießt kein muhamedanischer Nachtwächter einen Missionar todt." Das mag wohl auch das Richtige sein. Der Grund der Ermordung Löwenthals ist wohl kein anderer, als muhamedanischer Fanatismus gewesen. Die Gefangenen in Abyssinien. Unter dieser Aufschrift lesen wir in dem Maihefte des Jewish Intelligence Folgendes: Wir freuen uns in der Lage zu sein, weitere authentische Nachricht über die Gefangenen geben zu können. Durch die gnädige Vorsehung Gottes waren sie bis gegen die Mitte Januars wohl und hinreichend mit Speise versehen. Es scheint, daß Anfang Novembers Capitän Cameron, der englische Consul, mit seinen vier europäischen Dienern, einem Franzosen Namens Bardel, Herrn und Frau Rosenthal und Herrn Stern, zusammen mit 150 gefangenen Eingebornen in Ketten nach Amba-Magdala im südlichen Abyssinien abgeführt worden sind; daß, aber Frau Rosenthal, obschon sie als eine Gefangene betrachtet werde, keine Fesseln trug, während jeder Andere eine Kette von 15 zu 20 Pfund an seinen Beinen trug. Hierauf folgt ein Brief von Herrn Flad, der, obschon von früherem Datum, mehrere Einzelheiten enthält, welche Interesse erregen und zum Gebete für die Gefangenen auffordern. Leider können wir denselben in dieser Nummer wegen Mangels an Raum nicht mittheilen; er wird aber in der nächsten Nummer folgen. Zu Commission: Carl Dülfer's Buchhandlung in BreSlau. Druck von C. H. Storch und Comp, in Breslau.