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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 3-4 (1865) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
3-4 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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«chr WeilnehMmmen findm, Md möchte der treue Hm die bisherigen THMichmerin.nen reichlich segnen an Leib uyd>Peeft, Wd seine Verheißung an ihnen erfüllen: Es müsse wohl gehen denen,die dich, nämlich Jerusalem lieben. Und indem wir nun hiemit unsem Bericht schließen, können wir nicht Mhin als zryn Herrn flehen, daß eif recht viele in, unserer Stadt zu dem thätigen Bekenntnisse erwecken wolle: „Um Zion wissen, so will ich nicht schweigen, und um Jerusalem willen, so will ich nicht innehalten, bis daß ihre Gerechtigkeit Hervorbreche wie ein Glanz undihrHeil entbrenne wie eine Fackel; bis daß Jerusalem gefertigt und gesetzt Wrde zum Lobe auf Erden, und daß er auch Euch allesammt bereit machen wolle, eure Theilnahme an unserm Werke auch mit Liebesgaben sowohl beim Verlassen dieses Gotteshauses, als auch zu anderer Zeit zu beweisen. Das walte Gott, Vater, Sohn Md heiliger Geist. Amen! Literarisches. (Schluß.) Also auch in diesem „Lehrbuche" die elende, falsche und grundlose Behauptung, der bloße Versöhnungstag versöhne und diese Lüge soll hier noch durch einen besonderen Umstand zur felsenfesten Wahrheit gestempelt werden. Es wird nämlich behauptet, Gott habe einst, am. zehnten Kischri, an welchem der Versöhnungstag gefeiert wird, „aus Himmels Höhen" gerufen: „ich habe verziehen," und dadurch sei für alle Zeit diesem Tage, dem zehnten Tischri, „die Versöhnung aufgedrückt" worden. Ein Volk, das, und besonders eine arme, unwissende Jugend, die auf solche Weise um die biblische Lehre von der Versöhnung betrogen, und dafür mit solchen Erdichtungen in Sicherheit und Verderben eingewiegt wird, ist aufs Tiefste zu bedauern. Wir sagen aber nochmals mit den Worten Moses: „Ohne Blutvergießen ist keine Vergebung, keine Versöhnung." Nicht der Tag versöhnt. Wer kein Opfer füx seine Sünde hat, hat auch keine Vergebung. Daß die mosaischen Opfer seit beinahe 2 Jahrtausenden nicht mehr gebracht werden können, ist kein Beweis, daß die Opfer niemals das Mittel der Versöhnung gewesen wären, noch auch, daß seitdem kein Opfer für. die Tilgung der Sünde erforderlich sei; sondern diese Thatsache bMeist, vielmehr, daß das rechte, wahre, vollkommene Opfer, das die Sünde wahrhaft tilgt, und auf welches die mosaischen Opfer als Vorbilder hinwiesen, gekommen, geschlachtet und sein Blut vergossen ist. „ Die Bedeutung der Opfer," namentlich, der sogenannten Mhnopftr und „die Bestimmung des Versöhnungstages" war keine andere, als auf die Versöhnung des Sünders mit Gvtt hinzuweisen, die Noihwendigkeit und die Art und Weift dieser Versöhnung anzuzeigen und vorzubilden. Die Opfer predigen uns ganz besonders die große, demüthi-

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