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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 3-4 (1865) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
3-4 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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gezeuget," war ihr Haupt. Er, der vom Hirten der Schaft zum Hüten, des Volkes, aus Niedrigkeit in die Höhe, aus Leiden und Schmach zur Herrlichkeit Erhobene, war das lebendige Unterpfand , daß . Gott mit ihnen und ihr Gott sein wollte. Ja, Davids Zeit war die erste mesfianische Zeit, er selbst, der Gesalbte, det erste Christus und Gottessohn. Aber erst als er die Bundeslade auf Zion, an den Ort ihrer Ruhe bringen konnte, da sah David das Werk seines Lebens vollendet, da war seines Herzens höchster und heiligster Wunsch erstellt, wie der Psalmist von ihm rühmt: „Gedenke Herr an David und an alle seine Leiden, der dem Herrn schwur und gelobte dem Mächtigen Jacobs: Ich will nicht in die Hütte meines Hauses gehen, noch mich auf das Lager meines Bettes legen, ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlieder schlummern, bis ich eine Stätte finde für den Herrn, zur Wohnung dem Mächtigen Jacobs." Psalm 132, 1. Der Tag aber, da David die Bundeslade auf Zion führte, war ein Vorbild des Tages, dessen festliches Gedächtniß wir heute begehen. Was David damals wollte und erstrebte, das sollen wir aufnehmen und vollenden. Ein anderer David war unser in Gott mhender König, als er den Entschluß faßte, in Jerusalem dem evangelischen Ehristenthume eine Freistatt und Ruhestatt , zu verschaffen. Auch er wollte eine Bundeslade, den Thron der Gnade auf Zion ftststellen. Während die armenische, griechische und römische Kirche in Jerusalem schon von Alters her ihre vertragsmäßige Rechte hatte, ging der evangelischen jede Vertretung ab. Was Juden und Muhamedaner kennen gelernt hatten als Christenthum, hatte sie nicht bewegen können, sich vor dem Kreuze zu beugen. Da erkannte es unser König als seine königliche Pflicht, dem Evangelium des Neuen Bundes auf Zion eine Stätte zu bereiten. Und die aus dem Glauben geborene Liebe ist desselben Weges gezogen, um mit ihren Waffen einen neuen Krieg zu beginnen, nicht das heilige Grab zu erobern und den Händen der Ungläubigen zu entreißen, sondern unheilige Herzen zu erobern und sie durch den Glauben zu heiligen. Und das ist unsere Freude, eine Freude wie ganz Israel sie empfand an dem Tage als David die Bundeslade auf Zion' führte, daß

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