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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 1-2 (1865) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
1-2 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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' - 17 so wichtiger und beachtenswerther, als diese Kirche auf dem Kontinente die erste ist, die für den Zweck und in dem Interesse der Judenmisfion erbaut ist. Die erste Kirche der Art wurde in London von der Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden erbaut. Die Christuskirche in Jerusalem ist die zweite Kirche der Art; nur insofern unterschieden von der in London, als diese letztere keine Parochial-Rechte besitzt, sondern nur als Kapelle betrachtet wird, so daß nur Taufen jüdischer Personen in derselben verrichtet, und diese Handlungen dann in das Kirchenbuch der eigentlichen ParochiaRrche eingetragen werden, um ihre Gültigkeit zu erhalten. Eine solche Kirche oder Kapelle soll auch die neue Christuskirche in Berlin sein. Sie soll nicht eine besondere selbstständige Parochie darstellen; sondern sie ist erbaut zu der Verkündigung des Wortes Gottes im Interesse der Mission unter Israel. Die Gottesdienste werden von den Missionaren der englischen Gesellschaft gehalten. Es wird aber keinesweges ein besonderes Christenthum gelehrt, sondern das reine lautere Wort Gottes, aber immer in besonderer Beziehung auf die Mission unter Israel, so daß die Juden, die diese Gottesdienste besuchen, mit den Wahrheiten des Christenthums bekannt gemacht, und die Christen in ihrem allerheiligsten Glauben belehrt, gestärkt, daneben aber auch zugleich auf die Bestimmung Israels, auf ihre jetzt theilweise, und in Zukunft allgemeine Bekehrung und Wiederherstellung hingewiesen werden sollen. Für diesen Zweck ist die Christuskirche genannte Kirche in der Wilhelmstraße in gothischem Styl erbaut. Die Hauptansicht dieses Kirchleins und der Haupteingang in dasselbe ist in der Communicationsstraße. Ueber der Thür an dieser Seite stehen die Worte 1 Mos. 28,17: „Hier ist nichts Anderes, denn Gottes Haus." Die Form des Gebäudes ist ein längliches Viereck. Tritt man durch die genannte Thür hinein, so steht man unter dem Orgelchore und steht vor sich am entgegengesetzten Ende ziemlich hoch an der Wand die Worte: „Aber der Herr warf unser Aller Sünde auf ihn" und: „Denn er trüget ihre Sünden." An dieser Wand ist in einer kleinen Vertiefung oder Nische der Altar; zur Rechten desselben, aber außerhalb der Nische, steht die Kanzel und zur Linken das sogenannte Lesepult, von wo nach englischem kirchlichen Ritus die Gebete und die Abschnitte der heftigen 2

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