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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 1-2 (1865) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
1-2 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Prgt/ »sehr schlecht und gering aus, sonderlich in Vergleichung mit den. Umständen des ersten Tempelbaues. Hier war kein reicher und mächtiger Salomo, sondern ein ärmergefangen gewesener Serubabel, Bauherr; kein solcher viele Jahre lang gesammelter Vorrath von Geld und Baumaterialien; kein Hiram, der Alles, was nur gewünscht werden konnte, herbei schaffte; sondern lauter, lauter Dürftigkeit und Armuth. Dort waren die blühenden Friedenszeiten; hier bedrängte und kümmerliche Tage; dort die herrlichen Gefäße, die Stistshütte, der Gnadenstuhl u. s. w.; hier aber war Alles schlecht und armselig." Die Samaritaner stellten sich zuerst freundlich und wünschten an dem Bau Theil zu nehmen; als ihnen aber dies nicht zugestanden wurde, erwiesen sie sich als desto heftigere Widersacher, suchten mit List und Gewalt das unternommene Werk zu Hintertreiben, klagten die bauenden Juden bei dem Könige an, und erwirkten von demselben auch ein Verbot des Baues. Jndeß ging trotz aller dieser und anderer Hindernisse und Widerwärtigkeiten der Tempelbau seinen Gang fort; denn der Herr war mit den Bauenden und da mußten auch alle Schwierigkeiten, obgleich sie sich wie hohe Berge austhürmten, dennoch in Nichts zerfallen, wie ja auch V. 7 das Wort des Trostes und der Ermunterung an Serubabel lautete: „Wer bist du, du großer Berg, der doch vor Serubabel eine Ebene sein muß?" War das Werk auch beschwerlich, da die Bauleute in der einen Hand die Arbeiterkelle und in der andern das Schwert zugleich arbeiten und zum Streit gerüstet sein mußten; ging auch der Bau nur langsam von statten, da ihnen bald von dieser, bald von einer andern Seite Hindernisse in den Weg gelegt wurden; war auch der zweite Tempel, als er endlich pollendet war, nur gering gegen den ersten, so daß die alten Leute, welche den Salomonischen Tempel in seiner Herrlichkeit gesehen halten, beim Anblick des zweiten weinten, weil ihnen dieser wie Nichts dünkte; bot endlich die ganze neue Ansiedlung der aus Babylon nach Jerusalem Zurückgekehrten einen sehr ärmlichen Anblick dar, so daß das Volk so manchen bittern Spott von den Widersachern hinnehmen mußte, und Viele von den Juden selbst unter solchen drückenden Umständen in Furcht und Bangigkeit der Zukunft

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