Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 9-10 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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_135 eben diese Thatsachen in das Bnch der Geschichte registriren, denn Wahrheit besteht, Lüge vergeht." (Spr. 12, >9.) Wir können diesen letzten Worten mir von Herzen beistimmen; denn die Wahrheit, wie sie in der heiligen Schrift gevffenbart und enthalten ist, besteht und wird bestehen, oder wie es Jes. 40, 8 heißt: „das Wort unsers Gottes bleibt ewiglich." Aber „die Lüge" „die haltlosen Irrlehren" der sogenannten Tradition ebensowohl wie des „Afterglaubens" der heutigen Reform werden vergehen. — Hören wir nun dagegen die andere Partei der Streitenden. Die allg. Zeit, des Judenthums behandelt diesen Gegenstand ausführlich in einem Artikel, der die Aufschrift trägt: „Die Messias-- idee." Hier sucht man die Lehre von einem persönlichen Messias als unstatthaft und unbiblisch darzustellen, dagegen wird die bloße Messiasidee als berechtigt und begründet ausgestellt. Nach gewohnter Weise giebt man sich den Schein der Unparteilichkeit und der Bibelgläubigkeit, um die große Menge der heutigen Juden, die nichts von der Bibel wissen, sich nicht um die Bibel bekümmern, zu blenden und für sich zu gewinnen. Doch wir wollen die Judenzeitung zunächst selbst sprechen lassen. Der „leitende Artikel" beginnt in Nr. 17 also: „In der jüngsten Zeit ist die Frage: was das Judenthum wirklich von der Messiasidee enthalte? wieder zu Tage gekommen. Nicht als ob die Beantwortung dieser Frage irgend eine praktische Bedeutung habe, da diese Idee sich nur auf die Zukunft bezieht und der Glaube oder der Unglaube daran den Israeliten weder von einer sittlichen noch ceremonialen Pflicht befreit. Aber jene kleine Partei unserer Tage, welche vor allem Streit haben will, weil sie vom Hader lebt, weil sie bei ihrem gänzlichen Mangel an Productivität vergessen zu werden fürchtet, sobald kein Zank da ist, hat jüngst den Messiasglauben zu einem Schiboleth unter den Juden gemacht. Wenn diese Nachfolger Korah's irgend ein Verdienst haben, so ist es das negative, doch immer wieder zu einer sorgfältigen Prüfung von Gegenständen anzuregen, welche zur Zeit sich selbst überlassen blieben. Es ist daher wohl an der Zeit, auch in Bezug auf die Messiasidee einmal genau nachzusehen, was eigentlich die heilige Schrift über dieselbe enthält." — Man hört es gleich aus diesen