Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 9-10 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Wibre Emeth oder Stimmen der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. In Verbindung mit vr. Biesenthal und I. G. Lange, herausgegeben von T» Hartman». M 9. U. lOf 1864. 30. Jahrgang. Persönlicher Messias oder bloße Messiasidee? Die große Frage, mit der einst vor beinahe zweitausend Zähren Johannes der Täufer eine Gesandtschaft an Jesum von Nazareth schickte: „Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines Andern warten?" oder wie die Juden sie unmittelbar an Jesum selbst stellten: „Bist du Christus, so sage eS uns frei heraus" Joh. 10, 24, ist seit jener Zeit der Gegenstand der Controverse gewesen, die zwischen Judenthum und Christenthum geführt worden ist. Jesus wies zum Beweise, daß er der sei, der da kommen sollte, nämlich der verheißene Messias oder Christus, auf die Werke hin, die er verrichtete: er erwies dieselbe Wahrheit wiederholentlich aus den Zeugnissen der Propheten, die in ihm ihre Erfüllung fanden und konnte zuletzt nur klagen und weinen über den Unglauben Israels, daß sie ihn nicht anerkennen wollten; mußte ihnen aber deshalb auch das ernste Wort Vorhalten: „So ihr nicht glaubet, daß ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sünden." Joh. 8,24. Die große Mehrzahl des jüdischen Volkes hat Jesum Christum vor 1800 Jahren verworfen, ihn für einen Verführerund Betrüger, für einen falschen Messias erklärt, da sie ihn den Heiden überantworteten und ihn verklagten: „Diesen finden wir, daß er 9