Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 5-6 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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9L der Stellvertreter des Vicekönigs von Tigra nicht erlauben, durch einen Theil feines Gebietes zu reisen und wirS UNS an, über das Gebirge Samon zu gehen (mehr als 14VÜ Fuß hoch) einen Weg, der mit Gepäck nicht gemacht werden kann. In Folge dessen drohten alle Träger, die wir gemiethet hatten, zurück nach Hause zu gehen. Es geschah nur auf wiederholte Vorstellungen von Seiten des Herrn Predigers Stern, und zum großen Theil der Vermittelung einflußreicher Abpssinier, daß Ersterer seine Zustimmung zu unserer Reise durch sein Gebiet gab. So entstand immer eine andere Schwierigkeit, wenn die eine vorüber war, und bis wir, nach Verlauf von zwei Monaten., unser» Bestimmungsort, erreicht hatten, hatten wir nur eine lange Reihe von Schwierigkeiten. Als wir jedoch hier ankamen, wurde uns die Nachricht, dir wir in Massowah gehört hatten, daß der König einen Beamten bestimmt habe, uns durch das Land zu geleiten , bestätigt; dieser Beamte aber schlug einen Weg ein, der ganz gegen seine Anweisungen war, und war so die Ursache all unsrer Mühen, All diese Mühseligkeiten und Unannehmlichkeiten könnten wohl einen jungen Missionar entmuthigen; doch alS ich hier anlaygte und von dem Fortgange deS herrlichen Werkes hier hörte und selbst Zeuge war, wie bereitwillig die Juden sind, den Missionar zu hören, und Unterricht von ihm zu empfangen, wurde daS Vergangene bald vergessen, und mein Herz wurde nur von Hoffnung und Dankbarkeit erfüllt. Der freundliche Umgang zwischen beiden Parteien hat vom Anfänge der Mission bis jetzt bestanden, und obschon sich Einiges ereignet haben mag, waS auf kurze Zeit die Gefühle deö Vertrauens und der Harmonie bei einzelnen Individuen unterbrochen hat, so gab doch die Mehrheit der Juden stets zu, daß der alleinige Zweck der Missionare der ihres geistlichen und ewigen Wohles sei. Als Herr Prediger Stern vor drei Jahren zum ersten Male in dieses.Land kam, um sich zu vergewissern, ob mit Leichtigkeit eine Mission daselbst begründet werde» könne und die Juden zum ersten Male von dem Christenthum in seiner ursprünglichen Reinheit und von Christo, dem Sünder-Freunde, durch ihn hörten, wurde er überall mit unbegrenzter Freude ausgenommen. Zu der Zeit wurdeder Same Ms-