Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 5-6 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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77 Bibeln zu geben und sie auf Jesum, den Messias, hinzuweisen. AlS die Brüder sich in ihrer Stellung zum Könige und zum Volke im Allgemeinen eingerichtet hatten, gingen sie mit ihren Bibeln zu den Felaschas, wo sie 1857 ein offenes Arbeitsfeld fanden, denn sie hatten kaum 8 oder 3 Bibeln an die Felaschas gegeben, als dieselben von allen Seiten, sogar mehrere Tagereisen weit, herbeikamen und um Bibeln baten. Auch waren sie mit den bloßen Büchern nicht zufrieden, sondern sie baten die Brüder, dieselben mit ihnen zu lesen und ihnen zu sagen, wie sie dieselben mit Nutzen lesen könnten. Die Brüder mußten oft nicht nur den ganzen Tag, sondern auch die Nacht hindurch mit ihnen lesen. Gegen Ende jenes Jahres war der Bibelvorrath erschöpft und Herr Flad, einer von den Brüdern, verließ das Land, theilö wegen seiner Gesundheit, hauptsächlich aber um Bücher zu holen. Zwei der andern Brüder waren im Dienste des Königs beschäftigt, um einen Straßenbau — der erste in jenem Lande — zu beaufsichtigen, es blieb daher nur Einer, Hr^ Meier, bei den Felaschas in Genda. Hier hatte er eine Schule von ohngesähr 85 Felaschas, theils Kinder, theils Erwachsene, und so bereitete er den Weg für den Erfolg, den Herr Flad, in Verbindung mit der Londoner Gesellschaft, voriges Jahr in Genda hatte, wo 30 erwachsene Felaschas und 11 Kinder im Namen des dreieinigen Gottes getauft wurden, denen im vorigen Februar noch 3 Erwachsene hinzugefügt wurden. Das Nähere über dieses Werk ist von jener Gesellschaft bekannt gemacht worden. Dieselbe hatte nämlich auf die Kunde von der erfreulichen Stimmung der Felaschas 1859 den Missionsprediger Stern hingesandt, um die Verhältnisse zu untersuchen und die Folge davon war die Errichtung einer Mission in Abysstnien von Seiten jener Gesellschaft. Auch wurden im vorigen Jahre drei Muselmänner bekehrt und getauft. Die Erfolge unter den Abyssinischen Christen können nicht so genau angegeben werden, da diejenigen, welche zum Herrn bekehrt sind, äußerlich in Verbindung mit jener verdorbenen Kirche bleiben müssen; ich hoffe aber, daß, wenn die Zahl dieser Bekehrten zunimmt, dieselben mit den bekehrten Felaschas bas Hauptmittel werden dürften^ die Kirche zu reformiren. Der Erfolg unter den Chri-