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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 5-6 (1864) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
5-6 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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s? die wir bisher genossen, obgleich dies Land in einem traurigen Zustande ist, besonders Galiläa, das erst vor einigen Wochen von den Arabern sehr ruinirt wurde, die in Folge einer Erbitterung gegen den Gouverneur von Akka plünderten und mordeten. Besonders aber möchte ich Euch auffordern, mit uns den Namen des Herrn zu preisen für all die geistlichen Segnungen, die er uns fortwährend erzeigt, und für die vielen Mittel der Gnade, die wir durch seine Güte in dieser sonst so traurigen Wüste ununterbrochen genießen. Denn außer den Privat-Erbauungen haben wir sonntäglich Gottesdienst in vier verschiedenen Sprachen, wo das Evangelium rein und lauter verkündigt wird; jeden Monat wird das heil. Abendmahl gefeiert, an welchem selten weniger als 4V Personen Theil nehmen; jeden Mittwoch haben wir eine Bibelstunde und wöchentlich zwei Betstunden, die seit sünstehalb Jahren gut besucht werden; jeden Sonnabend Abend kommen die Proselyten zusammen, das Wort Gottes zu lesen, über das Gelesene zu sprechen und zu beten. Die Mission unter den Juden hat in diesen 3 Jahren manchen Verlust erfahren, besonders in Folge des Abganges des ausgezeichneten Hrn.Pred. Crawford, der in England selig heimgegangen ist, dessen Verlust wir stets bedauern werden; und dann auch durch die Versetzung des Hrn. Pred. Hefter, der bei den Juden in gutem Ansehen stand und das Zutrauen der Proselyten genoß; Beides wußte er eifrig und mit Erfolg zu benutzen. Beide Stellen sind wieder besetzt durch den Prediger Hrn. Bare l a y. und durch den Prediger Hrn. Fleischhacker. Da Ersterer bei seiner Ankunft vor drittehalb Jahren mit der deutschen Sprache noch unbekannt war, mußte er gewissermaßen ein neues Feld unter den spanischen Juden eröffnen, die bis dahin weniger berücksichtiget worden waren; in der deutschen Sprache hat er bereits solche Fortschritte gemacht, daß er sich in derselben unterhallen und auch predigen kann. Die Arbeit unter den spanischen Juden war anfangs sehr schwierig, besonders wegen ihrer großen Erstorbenheit und Gleichgültigkeit; jetzt fangen sie an, mehr Widerstand zu zeigen, welches ich für ein Zeichen halte, daß das Zeugniß von Jesu an ihre Herzen dringt. Hr. Fleischhacker, den ich voriges Frühjahr von Rablus Herkommen ließ, ist besonders damit beschäftigt, 5*

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